19. November 2013
  • 12. Spieltag Altmark-Wendland Liga 2013/14

SC Lüchow – FSV Havelberg 1:2 (0:1)

 

Drei Punkte vom Punkt aus gerettet

 

Lüchow/Havelberg (jl). Die Vorgabe des Trainers Döbbelin „etwas für das Torverhältnis zu tun“ konnten die Havelberger Fußballfrauen am Sonnabend beim SC Lüchow ganz und gar nicht in die Tat umsetzen. Der Tabellenletzte aus dem Wendland zeigte, dass er die rote Laterne gehörig satt hat und machte es den Blau-Weißen dementsprechend schwer. Carolin Schulze stellte per 11 Meter den 2:1 Endstand her und auch ganz besonders Ersatztorfrau Gina Hartmanns Glanzparade in den letzten Spielminuten sorgte dafür, dass die Glückssträhne von bis dahin 4 aufeinander folgenden Siegen nicht abriss!

 

Von dieser Ausgangssituation bestärkt betraten die Gäste erwartungsvoll den Platz und spielten vom Anpfiff weg selbstbewusst in die Tiefen der SC Defensive. Während Fabienne Hamel die Torwärtin (11. Minute) und Judith Liban nur den Pfosten (13.) trafen, Josepha Wagner die von Sophie Wagner kommenden Flanken (4., 22.) liegen ließ und die Gastgeberinnen überraschend schnell und bissig agierten, schlich sich die Nervosität auf den Platz und streifte sich ein FSV Trikot über. So viel Gegenwehr der Lüchower hatte man vorher genauso wenig auf dem Zettel wie die ungeheuerlich ineffektive Chancenverwertung der Domstädterinnen. Und so dauerte es eine halbe Stunde bis Josepha Wagener Fabienne Hamels Vorlage dankend annahm und ihre Farben in Front brachte. Weitere Torschüsse (Wagner, Liban) wurden zu Ecken geklärt, die ebenfalls ungenutzt blieben.

 

Die knappe Führung sorgte auch in der zweiten 45 Minuten keinesfalls für etwas Beruhigung, das Spiel wurde immer heißer, die Kampfbereitschaft der Gastgeberinnen größer und die Wirksamkeit der Torschüsse aus Havelberger Sicht noch geringer. Die FSV Offensive hatte scheinbar das Pech an diesem Tag gepachtet, weder per Kopf (Liban, 65.) nach einem Hamel-Freistoß, noch mit dem Fuß (Wagner, 53., Liban, 57., Rollenhagen 87.) fand das Spielgerät den Weg in die Maschen und auch die FSV Defensive spürte zunehmend den Lüchower Drang auf den Ausgleich. Das Mittel zum Ziel fanden die Damen aus dem Wendland in der 68. Minute in Form eines Freistoßes, der im Nachschuss im Havelberger Tor landete. Spätestens jetzt mischte sich auch noch die Fassungslosigkeit in die Reihen des Altmark-Teams und die Blamage gegen das Liga-Schlusslicht war fast perfekt, als ein strammer Schuss nur dank blitzschneller Reaktion von Gina Hartmann gehalten wurde. Aus dem Spiel heraus schien es an diesem schwarzen Sonnabend quasi unmöglich Tore zu schießen, lag es am Unvermögen, den zum Ende des Spiels hinschwindenden Kräften oder den teils unfair gebremsten Angriffen. So musste Abwehr-Routinier Carolin Schulze „der Fels in der Brandung“ zum Punkt schreiten, nachdem Josepha Wagner einmal mehr, diesmal aber im Strafraum, gefoult wurde. Unbekümmert von all den Emotionen im Spiel schob sie in der 82. Minute eiskalt zur erleichternden Führung ein und ließ ihre Chicas aus vollem Herzen jubeln.

 

Die nun folgende 3-wöchige Punktspielpause bietet genügend Zeit die in diesem Spiel gezeigten Defizite aufzuarbeiten, damit man beim letzten Punktspiel der Hinrunde und des Jahres an Stelle der Nervosität wieder die Sicherheit beruhend auf den eigenen Kompetenzen im Team begrüßen darf.

 

Wer sich vom Gelingen dieses Vorhabens selbst überzeugen möchte, ist am 7.12. recht herzlich zum Spiel gegen die SG Gusborn/Dbg 2 eingeladen.

 

 

Torfolge: 0:1 Josepha Wagner (30‘), 1:1 (68‘), 1:2 Carolin Schulze (82‘ FE)

 

FSV Havelberg: Gina Hartmann – Carolin Schulze, Lisa Ebel, Annegreth Fritze, Franziska Schröder – Fränze Malzhan, Fabienne Hamel, Josepha Wagner, Julia Schulz, Judith Liban – Sophie Wagner (Tina Rollenhagen, Alexandra Peltzer)