FSV Havelberg – FSV Saxonia Tangermünde 4:1 (1:0)
Domstädterinnen gehen zum zweiten Mal als Derby-Sieger vom Platz
Havelberg (tr). Letzte Woche noch im Pokal, diese Woche in der Liga: Innerhalb kürzester Zeit trafen die FSV-Frauen und die Saxonia-Damen aufeinander, doch dieses Mal im heimischen Eichenwaldforum. Was sich allerdings nicht verändert hatte, war eine schön zusammenspielende Havelberger Mannschaft, die dementsprechend auch wieder verdient als Sieger vom Platz ging. Da die Tangermünder nur zu neunt anreisten, spielte man auch nur 9:9, so dass den Blau-Weißen drei Wechslerinnen zur Verfügung standen.
Im Vergleich zur Vorwoche bot sich den Zuschauern eigentlich ein recht ähnliches Spiel. Während die erste Hälfte der Partie noch ausgeglichen verlief, fing sich die Heim-„Neun“ in der zweiten Halbzeit nach kurzer Schwächephase wieder und legte dann deutlich zu. Außerdem wurde das Manko der Vorwoche behoben, denn die Chancenverwertung war am Sonntag deutlich besser. Die FSV-Offensive war wesentlich abgeklärter und machte so aus bedeutend weniger Hochkarätern dennoch vier Tore.
Die FSV-Frauen starteten gut in die Partie. In der 4. Minute passte Fränze Malzahn aussichtsreich auf Judith Liban, doch diese schloss zu schwach ab. In der 11. Spielminute musste dann Torhüterin Lisa Ebel eingreifen und einen Torschuss abwehren. Nur wenige Minuten später startete Tangermünde erneut einen Angriff, doch Carolin Schulze konnte entscheidend stören. In der 25. Minute ging es dann in die andere Richtung. Josepha Wagner ließ die Saxonia-Abwehr stehen und netzte mit einem strammen Linksschuss ein - 1:0. Nur eine Zeigerumdrehung später hätte Selbige beinahe noch nachgelegt. Jennifer Hinz spielte traumhaft zu Josepha Wagner in die Spitze, doch diese schoss über das Gebälk. Von nun an kamen beide Teams im Verlauf der ersten Hälfte nicht mehr zu nennenswerten Möglichkeiten.
Nach Wiederanpfiff erwischte Tangermünde den besseren Start in die zweiten 45 Minuten. Sie machten Druck und konnten schließlich in der 53. Minute eine Ecke zum Ausgleich verwerten. Die Havelbergerinn ließen sich davon aber nicht beeindrucken und fanden nun auch in ihr eigenes Spiel. In der 59. Minute steckte Fränze Malzahn auf Jennifer Hinz durch, die nun frei vor dem Saxonia-Tor auftauchte und platziert zum 2:1 einschob. Fünf Minuten später war es dann Jennifer Hinz, die dieses Mal die Vorarbeit leistete. Ein Einwurf erreichte sie, den sie zu Fabienne Hamel weiterleitete. Letztere nutzte endlich einmal ihren starken linken Fuß und knallte den Ball in den Winkel – 3:1. Wieder genau fünf Minuten später legten die Domstädterinnen zum Endstand nach – dieses Mal unter Mithilfe der Tangermünderinnen. Jennifer Hinz flankte scharf vors Tor, wo eine Saxonin den Ball unhaltbar in den eigenen Kasten abfälschte - 4:1. Auch in der Endphase der zweiten Halbzeit wurde dann nichts Erwähnenswertes mehr herausgespielt.
Torfolge: 1:0 Josepha Wagner (25`), 1:1 (53`), 2:1 Jennifer Hinz (59`), 3:1 Fabienne Hamel (64`), 4:1 ET (72`)
FSV: Lisa Ebel – Tina Rollenhagen, Carolin Schulze, Nora Levin, Franziska Schröder, Judith Liban, Fränze Malzahn, Fabienne Hamel, Josepha Wagner (Jennifer Hinz, Julia Schulz, Gina Hartmann)

