SV Langenapel – FSV Havelberg 1:2 (0:1)
Arbeitssieg
Langenapel/Havelberg (jl). Eine starke kämpferische Leistung und einen kühlen Kopf zeigte die Damenauswahl des FSV Havelberg am Sonntag im sonnengefluteten Werner-Seelenbinder Stadion in Salzwedel. Denkbar knapp wie auch verdient gewannen sie 2:1 gegen den SV Langenapel.
Die hohe Einsatzbereitschaft vereinte die Kontrahenten, hüben wie drüben wurden einige Chancen erarbeitet, auch wenn der Wind vielen gut gedachten Aktionen und einem sauberen Spiel einen Strich durch die Rechnung machte. So plätscherte die erste halbe Stunde torlos dahin, denn Hamel-Flanken kamen plötzlich nicht an oder wurden unerreichbar. Dann reichte es den Havelberger Frauen, sie fanden mit kurzen Pässen nicht nur ein Mittel gegen die SV Defensive und übernahmen die Regie auf dem Feld. Nachdem die agile Hartmann einen Rollenhagen-Zuckerpass nicht verwertete und auch die Heimtorfrau den Wagner-Schuß parierte, war es Fabienne Hamel, die es richtete. Sie erkämpfte sich den Ball auf der linken Seite, der abgezogen am 16er in der 38. Minute im langen Toreck landete. Na endlich! Mit der fälligen und wichtigen Führung ging es zum Pausentee.
Josepha Wagner wollte gleich nachlegen, katapultierte das von Tina Rollenhagen kommende Runde jedoch über das Eckige und im Gegenzug wurde es gefährlich vor dem FSV Gehäuse. Eine Angreiferin aus Langenapel wurde im Strafraum gelegt, folglich kam der Elfmeter und mit ihm der Ausgleich. Dem Heimteam reichte das merklich noch nicht. Über eine Hand voll Ecken und zwei aussichtsreichen Freistoßpositionen machten sie intensiv Druck. Einerseits waren die Hausherrinnen nicht abgeklärt genug, andererseits leisteten die Domstädterinnen unüberwindbaren Widerstand und gingen somit schadlos aus der gegnerischen Pressingphase. Dieser Kampfgeist drehte ab der 65. Minute wieder das Geschehen auf dem Rasen und machte sich bezahlt.
War die SV Hinterfrau noch präsent und erfolgreich bei zwei Torschüssen von Gina Hartmann, so konnte sie Josepha Wagner, die in der 78. Minute zum erlösenden 2:1 einschob, nichts mehr entgegensetzen. Eine Reaktion der Gastgeber blieb aus, ganz im Gegenteil. Vorlagengeberin Hamel versuchte es wenig später über einen Freistoß erneut, doch diesmal brachte Wagner den Ball nicht im Tor unter, die gesamte Mannschaft den Vorsprung allerdings ins Ziel!
Das waren 3 hart erkämpfte Punkte für die Blau-Weißen, die in Momenten der Gefahr die Ruhe bewahrten und im richtigen Augenblick Kaltschnäuzigkeit bewiesen.
FSV: Lisa Ebel – Carolin Schultze, Nora Levin, Annegreth Fritze, Franziska Schröder, Judith Liban, Julia Schulz, Tina Rollenhagen, Josepha Wagner, Fabienne Hamel, Gina Hartmann (Alexandra Peltzer)

