FSV Saxonia Tangermünde - FSV Havelberg 1:3 (1:1)
Domstädterinnen als verdiente Derbysieger
Tangermünde/Havelberg (tr). Am Reformationstag stand nun auch für die Frauen des FSV Havelberg die erste Runde des Kreispokals an. Da nur sechs Mannschaften aus der Altmark daran teilnehmen, startete man direkt im Viertelfinale. Dafür reisten sie am Donnerstag nach Tangermünde zur Saxonia. Während die erste Halbzeit noch auf Augenhöhe stattfand, zeigte sich in der zweiten Hälfte ein deutliches Übergewicht zu Gunsten der Gäste. Dennoch hätte die schlechte Chancenverwertung den Domstädterinnen beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Tangermünde kam in den ersten 45 Minuten zwar häufiger zum Torabschluss, die FSV-Damen dafür aber mit den hochkarätigeren Chancen, meist durch Jennifer Hinz. So auch in der 9. Minute. Nachdem schön von hinten heraus gespielt wurde, erreichte der Ball Jennifer Hinz. Diese setzte sich im 1:1 durch, doch schob die Kugel links am Tor vorbei. Zehn Minuten später eine ähnliche Situation. Der FSV konterte über Josepha Wagner und Jennifer Hinz, doch Letztere verzog erneut. Nach einer halben Stunde wurde Josepha Wagner dann kurz vor dem Strafraum gefoult. Sie trat selbst zum Freistoß an und setzte ihn an die Latte. Tangermünde kam besonders durch lange Bälle auf die schnellen Spitzen vor das Havelberger Tor, so dass es teilweise für die Saxonen Ecken hagelte. So war es nicht verwunderlich, dass schließlich eine solche zum Erfolg führte. In der 40. Minute konnte eine Ecke nicht geklärt werden und wurde ins Tor gestochert – 1:0. Allerdings dauerte es nur drei Minuten bis die FSV-Frauen die passende Antwort parat hatten. Ein Angriff der Blau-Weißen wurde kurz vor dem 16er durch ein absichtliches Handspiel gestoppt. Zum fälligen Freistoß trat dieses Mal Jennifer Hinz an und verwandelte ihn mit einem strammen Schuss zum Ausgleich – 1:1. Die letzte Aktion der ersten Halbzeit hätte Fabienne Hamel beinahe zum Führungstreffer genutzt. Ein Konter erreichte sie, doch ihr Schuss verfehlte denkbar knapp das Tor.
In der zweiten Hälfte der Partie bestimmten dann durchgehend die Havelbergerinnen das Spielgeschehen. Die Angriffe der Heim-Elf wurden stets rechtzeitig unterbunden und die Offensive erspielte regelmäßig sehenswerte Torchancen. So auch in der 51. Minute. Von der Abwehr ausgehend wurde der Ball schön rausgespielt und erreichte schließlich Jennifer Hinz, die gleich dreimal zum Torschuss kam, doch entweder die Torhüterin oder gar nicht erst das Tor traf. Einige Angriffe später erkämpfte sich dann Julia Schulz den Ball, ließ die Saxonia-Abwehr stehen und schob zum verdienten 2:1 ein (67`). In der 75. Minute wollte es Jennifer Hinz dann doch noch einmal wissen, doch traf wieder nur die Keeperin. Das hätte sich nun beinahe gerecht, denn Tangermündes Toptorjägerin Laura Brandt tauchte plötzlich frei im FSV-Strafraum auf. Zum Glück schoss sie die heraus geeilte Torhüterin Lisa Ebel an. Kurz vor dem Schlusspfiff machte dann Josepha Wagner endgültig den Sack zu. In der 88. Minute steckte Jennifer Hinz nach einem Einwurf auf Josepha Wagner durch, so dass Letztere problemlos einnetzte – 1:3.
Die FSV-Frauen zeigten sich am Donnerstag spielerisch stark und kämpften füreinander, so dass der Sieg völlig verdient war. Die Chancenverwertung war zwar bescheiden, doch erneut lieferte Torhüterin Lisa -„Der Titan“- Ebel eine sehr gute Partie ab und hielt so ihre Mannschaft im Spiel.
Damit ist das Halbfinale erreicht, der Gegner wird allerdings erst noch ausgelost.
Torfolge: 1:0 (40`), 1:1 Jennifer Hinz (43`), 1:2 Julia Schulz (67`), 1:3 Josepha Wagner (88`)
FSV: Lisa Ebel – Franziska Schröder, Nora Levin, Carolin Schulze, Tina Rollenhagen, Judith Liban, Fabienne Hamel, Josepha Wagner, Jennifer Hinz, Sophie Wagner, Julia Schulz, (Alexandra Peltzer, Gina Hartmann)

