Von Judith Liban
SV Lemgow-Dangenstorf - FSV Havelberg 2:0 (0:0)
Heiter bis wolkig
Ein hartes Stück Arbeit lag vor den Havelberger Fußballerinnen am Samstag als es galt sich gegen den Absteiger Lemgow-Dangenstorf auf dessen Platz durchzusetzen. Das Team aus dem Wendland glänzte schon von weitem mit einer positiven Torbilanz von 32:5.
Nach einem hart umkämpften Spiel konnten sie sich 2 weitere Tore auf ihr Konto schreiben, denn die FSV Damen verließen mit einer 2:0-Niederlage tor- und sprachlos das Feld.
Gleich von Beginn an hieß es das Spiel der Gastgeberinnen zu unterbinden. Die Domstädterinnen setzten diese Vorgabe gut in die Tat um und machten es den Hausherrinnen somit nicht einfach, auch wenn die im Mittelfeld abgefangenen Bälle leider zu selten für einen sicheren und ruhigen Spielaufbau genutzt wurden. Die zwei Lichtblicke in Form von Havelberger Torchancen (Hinz, Wagner) in diesem trüben Geschehen brachten keine Erfolge. Die gesamte Szenerie war daher weniger von Schüssen aufs Gehäuse als von Spielunterbrechungen und Fehlpässen geprägt. Struktur und Ordnung waren an diesem Tag Fremdwörter beider Teams. Erwähnenswert jedoch ist der Kampfgeist der Havelbergerinnen. Immer wieder hielten sie den Angriffen stand, wodurch die Lemgower Frauen mit dem 0:0-Halbzeitstand zur Ratlosigkeit und allmählich zur Weißglut getrieben wurden.
Diese im ersten Spielabschnitt vorbildliche Eigenschaft vergaßen die Gäste in der Pause dann in der Kabine. Unerwarteterweise war von Gegenwehr kaum noch eine Spur. Auch mit "Fußball spielen" hatte das nicht mehr viel zu tun, was beide Teams zunehmend zeigten, "Bolzerei" trifft eher, was dem Publikum da geboten wurde. So war es kein Wunder, dass einer der vielen Querschläger, der nahe des Strafraums vor den Füßen einer Gegnerin landete, im Tor untergebracht wurde. Damit noch nicht genug. Keine 5 Minuten später, als nicht nur die blau-weiße Abwehr, besser gesagt das gesamte Team am Schwimmen war, musste Torhüterin Pfeiffer machtlos zusehen, wie der Ball von ihrer eigenen Mitspielerin ins Tor abgefälscht wurde und der traurige Regentag war perfekt.
Auch wenn die FSV-Damen über lange Strecken gegen diesen torgefährlichen Gegner dessen Führung noch zu verhindern wussten, wurden ihre Tugenden heute nicht in dem Maße gezeigt, wie man es aus der bisherigen Saison kannte. Jedoch ist "nach dem Spiel auch vor dem Spiel."
Wenn sich die Havelberger Chicas also bis zur nächsten Partie gegen Beetzendorf in zwei Wochen wieder auf ihr Können besinnen, wird den Zuschauern vor Heimkulisse sicherlich auch wie gewohnt anschaulicher Fußball geboten.
Aufstellung: Silvia Pfeiffer - Franziska Schröder, Annegreth Fritze, Nora Levin, Carolin Schulze - Fränze Mahlzahn - Fabienne Hamel, Tina Rollenhagen, Josepha Wagner, Judith Liban - Jennifer Hinz (Lisa Ebel, Anina Neumann, Gina Hartmann, Alexandra Peltzer)

