Männer
7. April 2013
  • 21. Spieltag Kreisoberliga Altmark/Ost
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SV Grieben - FSV Havelberg 0:6 (0:3)


Havelberg (tl). Nach vier Wochen verlängerter Winterpause musste der FSV zum Auswärtsspiel in Grieben antreten. Auch diese Hürde, so viel sei vorab gesagt, meisterte der FSV und gewann letztlich verdient mit 6:0. Leider musste man auch mit drei verletzten Spielern die Heimreise antreten.

 

Zum Spiel

 

Der FSV begann mit der gewohnten Aufstellung im 4-4-2, wobei Toni Liebsch im rechten Mittelfeld und Markus Bröker neben Steven Möbius den Angriff bildete. Zu Beginn war jedoch an kein geordnetes Spiel zu denken. Der FSV tat sich sehr schwer mit der Spielweise der Griebener. Der Gastgeber stand sehr hoch und versuchte mit einem kompakten Mittelfeld die Offensivspieler einzusetzen. Das gelang zwar nicht, doch die Defensive stand zumindest bis Mitte der ersten Halbzeit sehr gut.

 

In der sechsten Minute war es Benjamin Döring, der einen ersten Schuss aufs SVG-Tor abgab, den der Torhüter jedoch mit einem klasse Reflex parierte. Nach einer Viertelstunde war Grieben das erste Mal gefährlich vors FSV-Tor gekommen, doch hier war Neu-Keeper Herper zur Stelle. In der 19.Minute gelang dem FSV der erste gute Angriff. Thoralf Gennermann erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und startete über Rechtsaußen durch. Sein Pass in die Mitte verwerte Döring zur 1:0-Führung. Kurz danach musste Liebsch mit einer Zerrung den Platz verlassen. Für ihn kam Sven Leppin.

 

Und dieser machte gleich mal positiv auf sich aufmerksam. Einen Pass von Dreisow konnte er im Strafraum erlaufen und tunnelte anschließend den Griebener Keeper zum 2:0. Damit war die jektische Anfangsphase des FSV vergessen. Nun konnte man aus einer sicheren Defensive das Spiel aufbauen. Das Spiel plätscherte bis zur Halbzeit vor sich, in dem der FSV jedoch beste Gelegenheiten aus ließ. Döring war in der 37. Minute von T.Leppin mit einem langen Ball bedient worden und versuchte sich mit einem Lupfer. Dieser ging allerdings über das Tor. Kurz vor der Halbzeit war es Bröker, der den Zwischenstand zur Pause herstellte. Gennermann leitete den Angriff ein und schickte Döring auf die Reise. Dieser brauchte nur noch in die Mitte zu legen, wo Bröker sich nicht zweimal bitten ließ und locker einschob.

 

In der Kabine blieb zur zweiten Halbzeit Toni Leppin, der sich bei einem Presschlag am Knöchel verletzte. Für ihn kam Schluricke, der sich im Sturmzentrum wiederfand. Bröker rückte in die Innenverteidigung. So viel sei schon gesagt: In der zweiten Halbzeit versuchte der SVG das Ergebnis in Grenzen zu halten und igelte sich hinten ein. Das Torschussverhältnis im zweiten Durchgang belief sich am Ende auf 14:1.

 

Mit zwei Schüssen von Döring wurde die zweite Halbzeit begonnen. Auch Schluricke probierte sich. Spätestens Sven Leppin hätte das Ergebnis kurz nach der Halbzeit in die Höhe schrauben müssen. Er lief alleine auf den Torwart zu und brauchte den Ball nur zum mitgelaufenen Schluricke rüber legen. Wahrscheinlich hatte er zu viel Zeit, sodass der SVG-Keeper den Ball erahnte und die Chance zu Nichte machte. Der sehr auffällige Schluricke hatte in der 59. Minute seine zweite Chance, nutzte diese aber nicht. Döring schickte nur eine Minute später Gennermann, der sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und locker zum 4:0 traf.

 

Wieder nur eine Minute später war es Gennermann, der den zweiten Ball nach Eckball zurückeroberte und das Ergebnis auf 5:0 schraubte. Kurz danach musste Möbius verletzt ausgewechselt werden. Auch ihn erwischte es am Knöchel. Für ihn kam Engel. In der Folgezeit besaß der FSV weiter gute Möglichkeiten, um das Ergebnis zu erhöhen. Zum einen waren es Ungenauigkeiten im Abschluss (Döring per Freistoß, Schluricke per Schuss, Engel per Kopfball), zum anderen ein überhasteter Abschluss von Engel. Er wurde freistehend im Strafraum angespielt und drosch den Ball mit dem Vollspann über das Gehäuse. Das 6:0 fiel dann kurz vor Schluss, als Dreisow zu Schluricke durchsteckte und dieser zu S.Leppin rüberlegte. Grieben probierte es dann in der 86. Minute ein letztes Mal. Auch hier war Herper zur Stelle.

 

Fazit

 

Nach schwachem Beginn war es eine Einzelleistung von Gennermann, welche die Wende brachte und dem FSV die nötige Sicherheit brachte. In der Folge war es die Abgezocktheit des FSV, die das Spiel entschied. Nachdem Germania Klietz den ärgsten Verfolger des FSV Preußen Dobberkau mit 3:2 bezwang, hat man nun sieben Punkte Vorsprung auf Rang zwei. Nächste Woche kommt Schlusslicht Blau-Gelb Goldbeck II in die Domstadt.

 

Aufstellung:

Impressionen:


Kommentare

  1. Jana
    , 09.04.13

    hier noch der Bericht aus der Volksstimme vom 8. April 2013

    Grieben (jhe). Der FSV Havelberg hat durch den 6:0-Auswärtssieg beim SV Grieben seine Spitzenposition in der Fußball-Kreisoberliga weiter ausgebaut. Denn die Domstädter profitierten von der 2:3-Niederlage Dobberkaus in Klietz. In der Anfangsphase waren die Havelberger etwas hektisch im Spiel, so dass Grieben noch gut mithalten konnte. Nachdem Benjamin Döring (1:0) und Sven Leppin (2:0) trafen, waren die Gäste im Spiel und der SVG fand nur noch kaum statt. Markus Bröker legte vor der Halbzeit zum 3:0 nach. Nach dem Wechsel waren die FSV Kicker weiter überlegen und schossen noch einen klaren Sieg heraus. Dieser hätte bei besserer Chancenverwertung noch höher ausfallen können. „Das war so okay“, sagte FSV Trainer Gerd Marx.
    Torfolge: 0:1 Döring (19.), 0:2 S. Leppin (31.), 0:3 Bröker (42.), 0:4, 0:5 Gennermann (60., 61.), 0:6
    S. Leppin (85.).

    Quelle: Volksstimme vom 8. April 2013