Männer
25. Oktober 2012
  • 8.Spieltag Kreisoberliga Altmark Ost

FSV Havelberg - SV Krüden/Groß Garz 2:2 (0:1)

 

Havelberg. Nach saisonübergreifend zwölf siegreichen Pflichtspielen in Folge ließ der FSV am Samstag gegen den Aufsteiger aus Krüden und Groß Garz erstmals wieder Federn und auch wenn das vom Gästetrainer etwas anders gesehen wurde, das Ganze war mehr als unnötig.

 

Zum Spiel

 

Der FSV begann die Partie druckvoll, aber in der 2.Spielminute blieben sowohl Markus Bröker als auch Steven Möbius zu unentschlossen. Die erste große Torchance wurde so liegen gelassen und dann passierte das Unfassbare. Sven Leppin wollte den Ball zurückspielen, tat das aber genau in die Füße von Krüdens Kraft, der sich diese Möglichkeit nicht entgehen ließ. Nach fünf Minuten lag der FSV so mit 0:1 hinten. Bis auf den Verursacher dieses Fauxpas, der noch lange damit zu kämpfen hatte, schüttelten die Domstädter das ganze jedoch schnell aus den Kleidern. Nach etwa zehn Minuten rollte dann auch wieder Angriff auf Angriff auf das Gästetor zu. Nur mit dem Abschluß wollte es nicht klappen. Nach drei eher schlecht getretenen Ecken konterte der Gast ein erstes Mal (13.). Der Ball ging aber weit über das Tor. In der 15.Minute hatte Döring einen Freistoß stramm auf das Krüdener Tor gesetzt, aber auch wieder lediglich einen Eckstoß herausgeholt.

Nach zwanzig Minuten versuchte sich dann Toralf Gennermann mit einem Fernschuß, mit dem er leider genauso scheiterte, wie drei Minuten später mit einem Solo. Auch der Schuß von Möbius in der 24.Minute war zu schwach, um Franke im SV Tor zu überwinden. Der FSV berannte das Gästetor und vom Aufsteiger kam nichts. Ein Freistoß von Thoams Dreisow landete in der 26.Minute bei Toralf Gennermann, der die Kugel aber auch wieder nur über das Tor bugsierte.

Das Spiel nahm an Härte zu. Den nächsten Freistoß nach einem Foul an Dreisow setzte in der 33.Minute Domenico Schluricke nur neben das Tor. Dann verpasste Havelbergs Angreifer eine eigentlich gut getimte Flanke von Mario Gieseler um die berühmte Fußspitze (34.). Der Ausgleich lag in der Luft, wollte aber nicht fallen. In der 37.Minute versuchte es Bejamin Döring erneut mit einem strammen Freistoß, der vom Keeper der Gäste gerade noch pariert werden konnte. Spätestens hier schien der FSV mit seinem Latein am Ende. Schluricke, der auch nicht seinen besten Tag hatte, verstolperte in der 44.Minute eine letzte Chance vor der Pause. Den Schlußpunkt unter Hälfte eins setzten die mit dem Ergebnis hoch zufriedenen Gäste mit einem Freistoß, den Hochmüller aber sicher herunter pflückte.

 

Mit zwei Wechseln sowie taktischen Umstellungen wollte der FSV im zweiten Durchgang die Partie drehen, aber zunächst mußte Havelbergs Anhang die Luft anhalten. Nach einem Fehler von Kevin Brecht mußte Hochmüller in der 48.Minute Kopf und Kragen riskieren, um den Einschlag zu verhindern. Im Gegenzug kam für die Havelberger dann auch noch das Pech dazu. Toralf Gennermann hatte Benjamin Döring mit einem herrlichen Pass auf die Reise geschickt, der dann aber nur den Torpfosten traf (49.).

Als jetzt alles glaubte, Havelberg ist dran, gab es den nächsten Nackenschlag für die Heimelf. Der eingewechselte Toni Leppin hatte sich den Ball kurz hinter der eigenen Strafraumlinie abluxen lassen und Robert Behrens sagte schließlich Danke. Hochmüller konnte zwar zunächst noch abwehren, war dann aber chancenlos. Nun lag der FSV schon mit 0:2 hinten (51.) und es dauerte fast zehn Minuten, ehe sich die Domstädter von diesem erneuten Schock erholt zeigten.

In der 59.Minute gelang dem FSV endlich das längst verdiente Tor. Thomas Deisow hatte Steven Möbius perfekt in den Fuß gespielt und Havelbergs Goalgetter netzte aus der Drehung unhaltbar ein - 1:2. Weinig später war der FSV drauf und dran sogar zeitnah auszugleichen. Nach einem Freistoß von Dreisow war Toni Leppin mit dem Kopf zur Stelle, aber irgendwie bekam der Gästekeeper hier noch die Hände dazwischen (63.). Und auch eine Minute später blieb er beim nächsten Kopfball von Toni Leppin, diesmal nach Zuspiel von Döring, der Sieger (64.).

In der 65.Minute mußte der SV Krüden seiner mitunter sehr harten Gangart Tribut zollen. Kapitän Lars Pieper mußte wegen wiederholten Foulspiels das Spielfeld mit gelb/rot verlassen. Zwangläufig wurde der Druck der Havelberger noch größer. In der 71.Minute wurde der für Dreisow ins Spiel gekommene Markus Nowak im Strafraum zu Fall gebracht, der Elfmeterpfiff blieb wie schon in Hälfte eins bei einem Foul an Schluricke aus. Zwei Minuten später traf es dann aber Markus Bröker und diesmal zeigte Schiri Kleinschmidt endlich auf den Punkt. Der ansonsten sichere Marion Gieseler vergab aber diese Möglichkeit und auch sein Kopfball ging nur über das Tor.

Havelberg gab aber nicht auf. In der 78.Minute versuchte es Toni Leppin mit einem Seitfallzieher nach Flanke vom ebenfalls eingewechselten David Stamer, aber der Ball ging knapp über das Tor. Nur eine Minute später wurde der FSV jedoch belohnt. Nach guter Vorarbeit von Daniel Rateitschak zog Markus Nowak trocken ab und traf flach ins linke untere Eck - 2:2 (79.).

Im Gegenzug hatten dann auch mal wieder die Gäste ein offensives Lebenszeichen abgegeben. Mit vereinten Kräften wurde diese erst fünfte (!) Krüdener Torchance aber zunichte gemacht (81.) und jetzt wollte der FSV auch den Dreier. In der 83.Minute scheitert Bröker per Kopf denkbar knapp. Dann rettete Franke mit einer Glanzparade gegen Gennermann die eigenenn Farben vor dem eigentlich fälligen Rückstand (84.). Wieder nur eine Minute später traf Nowak nur das Außennetz und in der 87.Minute war ein Freistoß von Stamer nicht präzise genug, um das 3:2 zu markieren. In der Nachspielzeit hatte dann noch Bejamin Döring eine dicke Torchance, aber es sollte nicht sein.

 

Fazit:

 

Das sind die so oft zitierten Unwägbarkeiten des Fussballs. Mit so einem Klops, wie in der 5.Spielminute rechnet ja keiner und so machst du einen Gegner dann auch noch stärker, als er eigentlich ist. Gut, dass der FSV jederzeit, trotz der vielen Nackenschläge, an sich geglaubt und weiter gekämpft hat. Die Ungeschlagenserie von jetzt  24 Spielen in Folge bleibt bestehen.

 

Aufstellung:

 

 

Impressionen: