Männer
7. März 2011
  • 6. Heimsieg in Unterzahl

20. Spieltag Kreisoberliga Altmark Ost
FSV Havelberg 1911 –  Preußen Dobberkau 2:0 (1:0)

Havelberg (tl). Der FSV Havelberg konnte am 20. Spieltag der Kreisoberliga einen 2:0- Heimsieg einfahren. Der Gegner aus Dobberkau erwies sich wie erwartet als schwerer Prüfstein auf dem Weg zum 6. Heimsieg und dem 7. Spiel in Serie ohne Niederlage.

Taktik

Vor Beginn der Partie mussten Thomas Dreisow und Chris Ebel ihren Einsatz absagen, sodass die Zehnerposition von Toni Leppin besetzt wurde. Im defensiven Mittelfeld sollten Jens Ungnade und Maik Rollenhagen das Spiel über die schnellen Außen aufbauen. Soviel zu den taktischen Maßgaben.

Spiel

In den ersten 20 Minuten war dem FSV-Spiel zu entnehmen, dass man am heutigen Tag wohl nicht mehr die ganz großen spielerischen Highlights setzen würde. Es wurden sich zu wenige Torchancen herausgearbeitet. Das Mittelfeld um Jens Ungnade, Maik Rollenhagen und Toni Leppin wurde bei fast jedem Angriff mit langen Bällen überspielt, sodass man das gewohnte Kurzpassspiel nur bedingt sehen konnte. Die aggressiven Dobberkauer machten es dem FSV auch deutlich schwer in Sachen Spielaufbau, standen sie doch in der Defensive recht gut. Viele Foulspiele taten ihr übriges dazu. Einige Ballverluste im Spielaufbau brachten die Preußen einige Male gefährlich vors FSV- Tor. So dauerte es bis zur 33. Minute bis der FSV seinerseits einen halbwegs gefährlichen Angriff initiieren konnte. Nach Pass von Toni Leppin konnte Steven Möbius im Strafraum nur per Foul gestoppt werden. Mario Gieseler trat an und vollendete wie gewohnt sicher. In der Folgezeit hatte Dobberkau nur noch eine Großchance. Nach einer Ecke konnte der Ball von Markus Bröker auf der Linie geklärt werden. Kurz vor der Pause dann die wohl spielentscheidende Szene. Nach Foul von Mario Gieseler an einem Dobberkauer sah dieser zu Recht die Gelbe Karte. Sein Unmut an dieser Entscheidung brachte ihm die zweite und so schickte ihn Schiedsrichter Thomas Podas vorzeitig zum Duschen (44.). Für Mario Gieseler rückte Toni Leppin ins Abwehrzentrum.

In der Halbzeitansprache musste Trainer Hartmut Wildermuth dann doch schon etwas lauter werden, um seine Schützlinge wachzurütteln. Und es kam ein anderer FSV aus der Kabine. Nichts zu sehen von numerischer Unterzahl oder fehlenden Kombinationen. Jetzt wurde endlich schön kombiniert. In der Folge sprangen gute Möglichkeiten für den FSV heraus, die aber allesamt vergeben wurden. Dobberkau selbst kam ebenfalls zu guten Möglichkeiten, sodass sich ein spannendes Spiel entwickelte. Ein ums andere Mal musste Rechtsverteidiger Markus Bröker in höchster Not retten. Im Übrigen war dieser bester Mann an diesem Tag. Als beim FSV Kenny Jährling für Sven Leppin aufs Feld kam, belebte dies nochmal das Spiel der Domstädter. Kurz nach seiner Einwechslung hatte dieser nach feinem Pass von Eike Gennermann die Chance, um auf 2:0 zu erhöhen. Sein Lupfer verfehlte das Ziel allerdings knapp. Der FSV schaukelte das Ergebnis nun nach Hause und konnte in der Nachspielzeit noch den Deckel auf diese Partie setzen. Dobberkau machte jetzt hinten völlig auf und so konnte Benjamin Döring einen Pass von Kenny Jährling erlaufen. Dieser schob den Ball durch die Hosenträger des Dobberkauer Schlussmanns und erzielte seinen 9. Saisontreffer. (90.+1) Direkt nach Wiederanpfiff flog der zweite Havelberger Spieler vom Platz. Sehr ungeschickt ging Maik Rollenhagen in einen Zweikampf im Mittelfeld und holte sich so seine zweite Gelbe Karte in der Partie ab – Gelb-Rot. Bei diesem Ergebnis beließen es beide Mannschaften und Schiedsrichter Thomas Podas pfiff die Partie ab.

Fazit

Alles in allem war es ein verdienter FSV-Heimerfolg. Gerade in der zweiten Halbzeit zeigte man, dass man die bessere Mannschaft war und agierte in Unterzahl sehr geschickt. Wie schon gesagt, war Markus Bröker bester Mann auf dem Platz. Nicht nur in der Defensive, sondern auch in der Offensive konnte er für viele gute Aktionen sorgen.

Ausblick

Nächste Woche geht es für den FSV nach Schönhausen. Fehlen werden auf jeden Fall die Gelb-Rot gesperrten Gieseler und Rollenhagen. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Thomas Dreisow, Chris Ebel und Steven Möbius.

FSV: Bauz – Bröker (Gennermann), Gieseler, Scheel, Rollenhagen, Ungnade (Kramer), Döring, T.Leppin, S.Leppin (Jährling), Möbius

Tore: 1:0 - Gieseler (FE, 33.), 2:0 - Döring (90.+1)

Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte: Gieseler (44.) , Rollenhagen (90.+2) beide FSV