24. November 2025
  • 12. Spieltag Kreisoberliga - FSV kommt bei kalter Witterung nicht auf Betriebstemperatur
Mit großen Erwartungen war der FSV Havelberg in den 12. Spieltag der Kreisoberliga gestartet. Als Tabellenführer und klarer Favorit empfingen die Domstädter Germania Tangerhütte, die vor der Partie auf dem 11. Tabellenplatz standen. Doch schon bevor der Ball überhaupt rollte, gab es reichlich Gesprächsstoff.

Turbulenter Start – Diskussionen um den Platz verzögern den Anpfiff
Die Gäste aus Tangerhütte äußerten vor Spielbeginn Bedenken bezüglich der Platzbedingungen. Auch die daraufhin durch Schiedsrichter Christian Neumann angeordnete Platzverkleinerung überzeugte die Germanen anfangs nicht. Nach einigem hin und her konnte die Partie mit einer Verzögerung von rund 30 Minuten schließlich doch noch angepfiffen werden. Dass sich diese Hartnäckigkeit für die Gäste später auszahlen sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Kalter Start für den FSV – Tangerhütte eiskalt
Die Domstädter kamen von Anfang an nicht gut in das Spiel. Bereits in der 1. Minute tauchten die Germanen das erste Mal frei vor dem FSV-Tor auf, doch Philip Sell verhinderte den frühen Rückstand. In der 10. Minute kam der FSV zu seiner ersten Offensivaktion, bei der Mattis Görn sich durchzusetzen wusste, aber letztlich am Gästekeeper scheiterte.
In der 14. Minute folgte auf einen Ballverlust im Aufbau der Führungstreffer der Gäste. Nur vier Minuten später gab es den nächsten Nackenschlag. Wiederum sollte sich ein Ballverlust im Mittelfeld bitter rächen und zum 0:2 führen. In der 22. Minute wäre dem FSV fast der Anschlusstreffer gelungen, aber der Schuss von Toni Leppin nach einem Eckball landete nur am Querbalken.
Dass an dem Tag einfach nichts gelingen sollte, dafür stand sinnbildlich die Situation in der 26. Minute, denn ein eigener Freistoß leitete den nächsten Gegentreffer ein. Die Germanen schalteten schnell und vollendeten per Lupfer zum 0:3.
Kurz vor der Pause musste Philip Sell einen Fehlpass seines Vordermanns und die daraus entstandene Chance zur Ecke klären. Auf der anderen Seite setzte Toni Leppin einen Freistoß aus guter Position über das Tor. Auch sein Kopfball nach einem Freistoß fand nicht sein Ziel und wurde vom Tangerhütter Schlussmann stark zur Ecke geklärt (45.).
 
FSV-Kicker ideenlos – Tangerhütte sorgt spät für den Endstand
Nach Wiederanpfiff versuchten die Domstädter noch einmal heranzukommen, doch ohne ihren Top-Scorer Moritz Oppermann taten sie sich schwer, für Torgefahr zu sorgen. Die besten Chancen auf einen Treffer hatte Robert Fritze in der 68. sowie 80. Minute, doch entweder war der Abschluss zu schwach oder der Gäste-Torwart parierte gekonnt. Tangerhütte dagegen zeigte sich weiterhin gnadenlos effizient. Auf einem langen Ball reagierte FSV-Keeper Philip Sell zu zögerlich, was der Angreifer prompt zum 0:4 nutzte (73.)
 
Ein gebrauchter Tag für den Favoriten
Der FSV erwischte einen der schlechtesten Tage der Saison. Individuelle Fehler, fehlende Durchschlagskraft und ein Gegner, der jede Chance eiskalt nutzte, führten zu einer deutlichen 0:4-Heimpleite und dem Verlust der Tabellenführung. Am kommenden Samstag haben die Mannen von FSV-Trainer Gerd Marx die Gelegenheit, es wieder besser zu machen. Für die Domstädter geht es dann zum Tabellenzweiten Blau-Gelb Goldbeck.
 

FSV: Philip Sell - Toni Leppin, Leon Palenga , David Stamer, Patrick Seidel, Joseph Heidel, Mattis Görn, Yevhenii Biloshapka (46. Leon Mathewes), Admir Suljanovic (46. Robert Schönemann), Steven Möbius, Robert Fritze

 

Tore:

0:1 (14. Germania Tangerhütte)

0:2 (18. Germania Tangerhütte)

0:3 (26. Germania Tangerhütte)

0:4 (73. Germania Tangerhütte)

 
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