- Altmark-Strom-Pokal - FSV hat lange alles unter Kontrolle, muss am Ende aber etwas zittern
Am Freitagabend gastierte die Lindholz-Elf beim SV Heide Klein Schwechten in der 1. Runde des Altmark-Strom-Pokals. Alles andere als ein Sieg beim frischgebackenen Kreisoberligisten wäre eine herbe Enttäuschung gewesen - zumal das Achtelfinale wieder in den Zeitraum des Havelberger Pferdemarkts fällt.
Der Druck aufs Weiterkommen war also vielfältig gegeben. Die Domstädter gingen die Partie dementsprechend konzentriert an und setzten die Gastgeber von Anfang an unter Druck und ließen diese überhaupt nicht ins Spiel kommen. Leider fehlte dem FSV im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit, sodass die ersten vielversprechenden Gelegenheiten von Toni Leppin und Julien Wollermann ungenutzt blieben. In der 38. Minute erlöste Toni Leppin seine Mannschaft vorerst mit der Führung. Ein Eckball von Admir Suljanovic fand seinen Kapitän im Strafraum, der zum 0:1 einnickte. Mit dem knappen, aber mehr als gerechten Vorsprung ging es kurz darauf in die Halbzeitpause.
In dieser gab es anscheinend ein wenig Zielwasser zu trinken. Die Wirkung sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es im Tor der Klein Schwechtener. Ein Zuspiel von Toni Leppin auf Außen legte Julien Wollermann in den Strafraum auf Admir Suljanovic, der gekonnt zum 0:2 einschob. Im Anschluss ließ die Wirkung des “Zaubertranks” bereits wieder nach. So versäumte es der FSV, seine Chancen durch Julien Wollermann, David Stamer oder Lukas Idler in weitere Tore umzumünzen und damit für die Vorentscheidung zu sorgen.
Somit blieb ein kleiner Spalt zur Pokalüberraschung für Klein Schwechten offen. Gleichzeitig ließ der FSV in der Schlussviertelstunde die Zügel ein wenig zu locker. Bei einem hohen und weiten Eckball der Gastgeber degradierten sich die Blau-Weißen in Minute 86 zu Statisten und schauten nur zu, als das 1:2 fiel. Der Anschlusstreffer brachte nochmal ein wenig Unruhe in die Partie, doch das Heide-Team konnte das Momentum nicht mehr für sich nutzen, so dass die Domstädter verdient eine Runde weiter sind.
Ein über weite Strecken souveräner Auftritt der Domstädter, dem es einzig an der Chancenverwertung mangelte.
FSV: Philip Sell - Kevin Brecht-Matus, Leon Palenga (55. Markus Bröker), Michael Seidel, Patrick Seidel (46. David Stamer), Toni Liebsch (Artur Anykiienko), Admir Suljanovic, Toni Leppin (60. Lukas Idler), Christoph Przyborowski, Joseph Heidel (46. Oleksandr Sichkar), Julien Wollermann
Tore:
0:1 (39. Toni Leppin)
0:2 (46. Admir Suljanovic)
1:2 (86. SV Heide Klein Schwechten)

