Frauen
5. November 2019
  • 8. Spieltag Kreisliga - FSV schlägt Spitzenreiter

8. Spieltag: FSV Havelberg – PSV Röbel-Müritz 3:2 (1:1)

FSV schlägt Spitzenreiter

Havelberg (anf). Der FSV Havelberg hat den fünften Saisonsieg der Hinrunde eingefahren. Gegen den PSV Röbel-Müritz drehten die Domstädterinnen zwei Rückstände in einen 3:2-Sieg und bescherten den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter die erste Niederlage.

Das Team von Rico Schröder musste krankheits- und verletzungsbedingt auf Stammakteure verzichten, konnte aber dennoch über die gesamten 70 Minuten das Spielgeschehen auf dem Platz mitgestalten und sich gegen die starken Mecklenburger durchsetzen. Dank der Unterstützung von Lisa Ebel, die viele Jahre für den FSV kickte und aktuell pausiert, standen für die Partie immerhin neun Spielerinnen zur Verfügung. Obwohl der Tabellendritte den Ersten empfing, gestaltete sich von der ersten Sekunde an ein offenes Spiel, in dem beide Teams viel in die Offensive investierten - von zögerlichen Beschnuppern war keine Spur. Bereits in der 5. Minute musste Torfrau Janine Falck das erste Mal parieren und Kapitänin Anne Glaser ihre neugestaltete Abwehr sortieren. Doch in der 10. Spielminute stimmte die Zuordnung in den eigenen Reihen nicht, sodass ein gegnerischer Freistoß an der Mittellinie direkt aufs FSV Gehäuse kam und die Stürmerin nur noch mit der Hacke einschieben musste – 0:1 (10‘). Doch der Gegentreffer erzielte keine negative Wirkung beim FSV, der fortan immer stärker wurde und über Fabienne Hamel vielversprechende Chancen herausholte, die jedoch noch nicht zum ersehnten Erfolg führten. Nach einer starken Drangphase, fasste sich Susanne Ganzer ein Herz und schoss aus der zweiten Reihe beherzt aufs Tor – 1:1 (27‘). Der Ausgleichstreffer schaffte etwas Entspannung für die Domstädterinnen und brachte wieder neue Energie, um mit einem Unentschieden in die Halbzeit gehen zu können.

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams auf Augenhöhe, Röbel hatte allerdings die besseren Chancen. Viele Unkonzentriertheiten und individuelle Fehler sorgten für zahlreiche Freistöße und Unterbrechungen und störten somit den Spielfluss des FSV. Immer wieder pressten die Mecklenburger hoch und setzten den FSV so unter Druck. Nach Balleroberungen ging es meistens schnell nach vorne. Erneut war es ein Schuss aus der zweiten Reihe, den die Torschützin zum 1:0 im langen Eck unhaltbar für Falck versenkte – 1:2 (49‘). Der FSV warf anschließend noch mehr nach vorne und wollte unbedingt das verdiente Unentschieden wiederherstellen. Wieder war es Hamel, die sich stark auf der linken Seite durchsetzte und im Erstversuch noch an der Torhüterin scheiterte, doch ihren Nachschuss sicher im gegnerischen Tor versenkte – 2:2 (54‘). Gleich nach Wiederanpfiff passierte gar das Unmögliche. Erneut Fabienne Hamel erkämpfte sich eine optimale Schussposition, ihr Schuss ging aber zu präzise gegen den Pfosten, deren Abpraller allerdings Susanne Ganzer erreichte, die das Unmögliche möglich machte und zum Führungstreffer für den FSV einschob – 3:2 (55‘). Anschließend investierten die Domstädterinnen mehr in das eigene Defensivspiel - ohne Röbel spielerisch zum Erfolg kommen zu lassen. Die FSV-Hintermannschaft verteidigte die Angriffe konsequent und ließ lediglich einige Standards zu. Am Ende warf der PSV Röbel-Müritz alles nach vorne, doch es reichte nur noch zu einer Freistoßchance, die knapp am Tor vorbeiging.

Mit diesem kämpferischen 3:2-Sieg klettert der FSV Havelberg auf Tabellenplatz zwei vor und belohnt sich selbst für eine bis dato klasse Hinrunde. Trainer Rico Schröder ist stolz auf seine Mädels und hofft die Spielfreude seiner Mannschaft auch in den anstehenden Partien beibehalten zu können. Für die Domstädterinnen steht als Nächstes ein Gastspiel auf dem Programm. Die Mannschaft reist am Sonntag nach Pritzwalk zur SG – Anstoß ist 11 Uhr.         


Tore: 0:1 (10‘), 1:1 Susanne Ganzer (27‘), 1:2 (49‘), 2:2 Fabienne Hamel (54`), 3:2 Susanne Ganzer (55`)

 

FSV: Janine Falck – Stephanie Schulz, Janett Petermann, Anne-Katrin Glaser – Tina Rollenhagen, Fabienne Hamel, Josepha Wagner (Susanne Ganzer, Lisa Ebel)

 

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