21. Oktober 2019
  • 6. Spieltag Kreisliga - FSV tut sich lange schwer

6. Spieltag: FSV Havelberg – Zernitzer SV 3:0 (0:0)

FSV tut sich lange Zeit schwer

Havelberg (anf). In einem über weite Strecken schwachen Spiel konnte sich der FSV Havelberg am Sonntagnachmittag gegen den Zernitzer SV durchsetzen. Obwohl der erste Durchgang nur sehr laue Fußball-Kost bot, konnte der FSV in Hälfte zwei seiner Favoritenrolle gerecht werden und kam zu einem verdienten 3:0-Arbeitssieg und schob sich auf Platz zwei der Tabelle vor.

Das Spiel begann überaus schleppend und das obwohl die Gäste aus Zernitz lediglich mit sechs Spielerinnen anreisten. Beide Teams standen defensiv sicher und verteidigten diszipliniert, ließen jedoch nach vorne Zielstrebigkeit und Präzision vermissen. Der FSV hatte arge Probleme dem robusten Spiel der Zernitzer standzuhalten oder sich nennenswerte Chancen zu erarbeiten. Lediglich Susanne Ganzer ließ die Gastgeber immer wieder hoffen, doch ihre Schüsse kamen zu zentral auf die Torhüterin oder wurden gar von der Latte geklärt (15‘, 20‘, 22‘). Der FSV war überlegen, hatte Feldvorteile, kam im weiteren Verlauf aber nicht mehr zu klaren Chancen. Und das obwohl die Gäste eine miserable Passquote hatten. Auch ein Angriff über Außen von Fabienne Hamel eingeleitet, konnte weder von Susanne Ganzer noch von Stephanie Schulz im Tor versenkt werden (33‘). Bis zur Halbzeit steigerten sich die Gäste aus Zernitz zwar, gefährlich wurden sie allerdings nicht wirklich. Bis auf eine Halbchance, die allerdings souverän von Nora Engel geklärt werden konnte, brachte der bis dato Tabellen neunte nicht viel zustande. Folglich ging es dann doch torlos in die Pause, auch weil die Domstädterinnen die paar sich bietenden Möglichkeiten ungenutzt ließen.

Auch nach Wiederanpfiff behielt die Begegnung ihren Charakter – die Domstädterinnen passten sich der hektischen Spielweise des Zernitzer SV an und liefen ihrer gewohnten Form hinterher. Dennoch begann die zweite Hälfte vielversprechend, als sich Susanne Ganzer und Annegreth Fritze durch die eigenen Reihen Richtung gegnerischen Tor passten, doch auch hier war die Torhüterin die Gewinnerin. Nur wenige Minuten später passte Josepha Wagner auf die eingelaufene Tina Rollenhagen, deren Schuss knapp am Kasten vorbeiging. Auch der Versuch von Annegreth Fritze aus der zweiten Reihe konnte oder wollte einfach nicht im Tor landen. Die Chancen auf Seiten der Domstädterinnen häuften sich und schafften Selbstbewusstsein in den eigenen Reihen. Mit Erfolg, denn ein schneller Angriff über Josepha Wagner initiierte den Führungstreffer, der aus dem berühmten Nichts fiel: Nach ihrem Sololauf steckte Wagner auf Fabienne Hamel durch, die den Ball knapp im Tor versenkte– 1:0 (58‘). Bereits eine Minute später sollte der FSV erneut Jubeln. Annegreth Fritze versuchte sich ein zweites Mal aus der zweiten Reihe, doch dieses Mal wurde ihr Schuss abgefälscht und landete unhaltbar im Tor – 2:0 (59‘). Der Bann war gebrochen - und die Havelbergerinnen auf Kurs, allerdings galt es noch, die Schlussphase zu überstehen. Nach einem Konter der Gäste, den Schlussfrau Janine Falck im 1:1 zu klären wusste, war erneut der FSV am Zug. Kurz vor dem ersehnten Schlusspfiff konnte Josepha Wagner noch einmal auf die mitgelaufene Stephanie Schulz auflegen, diese den 3:0 Endstand herstellte (64‘).

Spielerisch waren beide Durchgänge kein Leckerbissen. Beide Mannschaften offenbarten offensiv Schwächen, erlaubten sich defensiv dafür aber kaum welche. So reichte es zum Dreier für den FSV, der sogar noch höher hätte gewinnen können, hätte man klare Chancen im ersten Durchgang konzentrierter genutzt. Das für den nächsten Sonntag (27.10.2019) angesetzte Spiel gegen die SG Rot-Weiß Gülitz wurde vorab bereits verschoben, sodass die Domstädterinnen erst am Reformationstag (31.10.2019) wieder am Zug sind und zum Auswärtsspiel nach Perleberg reisen.

 

Tore: 1:0 Fabienne Hamel (58`), 2:0 Annegreth Fritze (59`), 3:0 Stephanie Schulz (64`)

FSV: Janine Falck – Franziska Schröder, Nora Engel, Anne-Katrin Glaser – Stephanie Schulz, Susanne Ganzer, Fabienne Hamel (Annegreth Fritze, Josepha Wagner, Tina Rollenhagen)

 

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