Männer
14. April 2019
  • 20. Spieltag Kreisoberliga - SpG setzt Siegesserie zu Hause gegen Lok-Reserve fort
SpG Havelberg / Kamern : Lok Stendal II 4:0 (2:0)

 

Kamern (gm) - Weil die Lok Reserve im Hinspiel nicht angetreten war, bescherte der 20.Spieltag der SpG Havelberg / Kamern einen weiteren Auftritt vor heimischer Kulisse und obwohl sich das gegen den Tabellenzehnten fest vorgenommen wurde, konnte man an die Galavorstellung vor Wochenfrist nicht anknüpfen. Am Ende stand dennoch ein deutliches und auch verdientes 4:0 auf der Anzeigentafel in Kamern.

 

In der Anfangsphase versuchte die SpG gegen einen mutig auftretenden Gast das Zepter in die Hand zu nehmen. Bei einem ersten Abschluss von Schluricke war der Winkel etwas zu spitz geworden. Der Ball ging auch über das Tor, da war noch keine Minute von der Uhr. Ein Freistoß auf der anderen Seite landete nur in der Mauer und nach weiterem Hin und Her stand es plötzlich 1:0. Ein Freistoß von Alexander Deutschmann in den Strafraum geschlagen kann Nethe nicht festhalten, der Ball fällt Patrik Seidel quasi vor die Füße und der sagt Danke (11.). Nur eine Zeigerumdrehung später zappelte der Ball schon wieder im Netz des Lok Tores. Domenico Schluricke war beim verunglückten Abschlag von Keeper Nethe hellwach und es stand 2:0 (12.). In der 14. Spielminute hatte dann Pfüller gar die Möglichkeit, zu erhöhen, zögerte aber etwas zu lange und wurde abgeblockt.

 

Das war den Kickern um Kapitän Toni Leppin wohl zu einfach. Fortan fehlte es an Laufbereitschaft, Passgenauigkeit und auch Zug zum Tor. Man überließ den Gästen mehr und mehr das Spiel, hatte teilweise völlig den Faden verloren. Bei einem Einwurf agierte die SG Hintermannschaft viel zu sorglos. Bauz konnte gerade noch zur Ecke klären (18.). Die Gäste blieben weiter in Ballbesitz bis Bauz am Ende das Leder festhielt. Wenig später ließ sich Schluricke die Kugel klauen und Lok startete einen schnellen Konter, der aber nur im Toraus landete (21.). Nach elf weiteren unansehnlichen Spielminuten war es abermals die Lok Elf, die für Aufregung sorgte. Bartsch hatte den Ball vertändelt und die Lok Elf erwischte die Hintermannschaft auf dem falschen Fuß. Bauz bereinigte die Situation schließlich mit einer Glanzparade (32.). Zwar folgten dann noch zwei Möglichkeiten für Patrik Seidel (40.), der zu lange zögerte, und Toni Leppin, dessen Schuss vielbeinig abgeblockt wurde (43.), aber es war höchste Zeit für eine Kabinenpredigt.

 

Aus der Pause kam dann auch eine ganz andere Heimelf. Nach einem Schuss von Schluricke, der zur Ecke abgewehrt wurde (46.), setzte Lok zwar noch einen Konter, aber danach hatte die Elf um den wieder sehr souverän agierenden Abwehrchef Stefan Wollherr alles im Griff. Bereits in der 48.Minute sollte sich das Ganze bereits auszahlen. Ein Freistoß von Deutschmann landete auf dem Kopf von Toni Leppin. Der legte auf Johannes Pfüller ab, der das Leder dann irgendwie über die Linie stocherte – 3:0. In der 54.Spielminute war es abermals Pfüller, der diesmal per direkten Freistoß ins Eckige traf – 4:0. Das war die Vorentscheidung und Gäste spielten fortan dann auch nicht mehr so engagiert, wie bis hierher.

 

Die Leppin & Co. ließen jetzt Ball und Gegner laufen und kamen nun auch zu einigen guten Möglichkeiten. In der 60.Minute hatte sich Pfüller den Ball etwas zu weit vorgelegt, so dass Nethe ihn in Ruhe aufnehmen konnte. In der 64.Minute zielte der eingewechselte Przyborowski knapp daneben und in der 68.Spielminute endete ein herrlicher Spielzug lediglich mit einer weiteren Ecke. Hier fand Alexander Deutschmann  aber seinen Kapitän, der aber nur die Querlatte traf. David Stamer hatte dann in der 72.Minute in 30 Meter Torentfernung die leere Bude vor sich, verzog aber deutlich.

 

Nachdem die SG allerhand an Chancen liegen gelassen hatte, trat dann zum Unmut der SG Bank auch noch das Schirigespann negativ in Erscheinung, als es erneut eine falsche Abseitsentscheidung fällte. In der 76.Minute war davon Cristoph Przyborowski betroffen, der hinter der gegnerischen Abwehrreihe gestartet einschussbereit vor Nethe stand und nicht vollenden durfte. In der 81.Minute hatte Przyborowski aber bereits die nächste Gelegenheit. Nach herrlichem Zuspiel von Stamer legte er aber lieber quer. Einen Tick zu steil für den im Schlussgang im Angriff eingesetzten Wollherr. Vier Minuten später war es erst Toni Leppin, der mit einem Lupferversuch die falsche Entscheidung traf, dann verzog Pfüller.  Das 5:0 lag in der Luft, aber weder Przyborowski (87.) noch Toni Leppin nach Ablage Przyborowski (88.)bekamen das Leder ins Netz. Als sich dann Toni Leppin in der 90.Minute in der Box schließlich festlief, pfiff Schiri Bock die faire Partie ab.

 

SpG: Bauz; A. Seidel, Wollherr, Deutschmann; Bartsch, Brecht-Matus (57. Przyborowski); P. Seidel, T. Leppin, Stamer; Pfüller, Schluricke (75. M. Seidel)

 

Tore: 1:0 (11. Patrick Seidel) 2:0 (12. Domenico Schluricke ) 3:0 (48. Johannes Pfüller) 4:0 (54. Johannes Pfüller)

 

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