Männer
6. März 2019
  • SpG-Trainer Marx im Interview: "Es gab in jeder Partie Licht und Schatten"

Havelberg/Kamern (fp) Kommenden Samstag starten unsere Männer in die Rückrunde und das erste Pflichtspiel im Jahr 2019 ist auch gleich das Spitzenspiel der Kreisoberliga. Für Trainer Gerd Marx und seine Mannen, die derzeit Platz zwei inne haben, geht es am Sonntag zum Tabellenführer Rossau. Grund genug für uns Coach Marx vor dem Rückrundenstart zum Interview zu bitten.

 

 

FSV Redaktion: Hallo Gerd, zuallererst einmal Glückwunsch zu Platz zwei zur Winterpause. Wie fällt dein Fazit nach 12 Spielen, 29 Punkten aus?

Gerd Marx: Es wäre vermessen, davon auszugehen, dass man mal eben jedes Spiel gewinnt und deshalb sind wir voll im Soll mit unserem 2. Tabellenplatz. Den Platz an der Sonne hat sich aktuell eine Mannschaft gesichert, die höchstwahrscheinlich um einiges mehr dafür getan hat. Aber und das habe ich schon des Öfteren formuliert: mit diesem Kader und dem Trainingsfleiß von noch vor vier Jahren spielt diese Mannschaft in der Landesklasse eine entscheidende Rolle und deshalb bin ich persönlich nicht zufrieden. 

 


FSV Redaktion: Der Start in die Saison gestaltete sich ja etwas holprig. Gleich im ersten Ligaspiel musste man sich trotz zweimaliger Führung am Ende Rossau geschlagen geben und auch im darauf folgenden Goldbeck-Spiel (3:3) knirschte es noch etwas im Getriebe.Wie hat sich seit dem die Mannschaft aus deiner Sicht entwickelt

 

Gerd Marx: Nach der nun ja nicht wirklich optimalen Vorbereitung auf die Saison musste sich die neu formierte Mannschaft ja erst einmal finden. Wer wo am besten funktioniert und mit welcher Taktik es am besten geht, hat sich dann aber recht bald herausgestellt und dann konnten wir unserer Favoritenrolle auch gerecht werden.    

 


FSV Redaktion: Was war denn aus deiner Sicht das beste Spiel in der bisherigen Saison und warum?

 

Gerd Marx: Ein Spiel besonders heraus picken kann man nicht wirklich. Es gab in jeder Partie Licht und Schatten. Zum Ende der Hinrunde war etwas mehr Licht zu sehen und deshalb zählen die Partien gegen Klietz, Lüderitz und Berkau zu den besseren.

 


FSV Redaktion: Nun steht die Rückrunde an. Ihr habt euch seit Anfang Februar darauf vorbereitet und drei Testspiele absolviert. Wie zufrieden bist du mit der Vorbereitung und den Testspielen?

 

Gerd Marx: Auf diese Frage kann ich nur sagen: schlechter geht es nicht. Wir haben uns leider eigentlich gar nicht auf die Rückrunde vorbereitet. Das letzte Testspiel musste sogar ausfallen, weil wir keine Mannschaft zusammen bekamen. Und auch bei den anderen Tests kroch die Mannschaft kadermäßig, wie berichtet, auf dem Zahnfleisch. Sich dann mit Warnau und Wahrburg auch noch Gegnern stellen zu müssen, die in der Tat in anderen Ligen unterwegs sind, war jetzt auch nicht glücklich und vor allem wenig aussagekräftig und zielführend.

 


FSV Redaktion: Gab es in der Winterpause Veränderungen im Kader und wie sieht die personelle Situation allgemein aus? Sind alle Mann an Bord?

Gerd Marx: Veränderungen im Kader gab es nicht. Es ist alles wie in der Hinrunde. Wer am Wochenende im Kader steht, entscheidet sich nach wie vor manchmal erst am Spieltag und ich hoffe, dass wir auch in der Rückrunde wenigstens den ein oder anderen auf der Bank haben werden. Zum Glück sind mit Christoph Przyborowski und David Stamer, auch wenn Letzterer zunächst noch im Urlaub ist, jetzt wieder zwei wichtige Spieler mit dabei, die in der Hinrunde lange ausgefallen waren.

 


FSV Redaktion: Vor der Saison wolltest du kein konkretes Saisonziel ausrufen. Hat sich das mittlerweile geändert?

Gerd Marx: Nein, außer absteigen kann alles passieren. Mit ganz viel Glück können wir theoretisch auch noch Kreismeister werden. Das Glück müsste man sich aber erst einmal verdienen. Wir können uns aber auch durch Nichtleistung bis auf die Knochen blamieren und ich kann nur hoffen, dass wir trotz allem auf dem Platz den Ehrgeiz entwickeln, unser Potential halbwegs auszuschöpfen, dann bleiben wir auf Platz 2. 

 


FSV Redaktion: Das Auftaktspiel im neuen Jahr wird auswärts beim Spitzenreiter Rossau sein. Wie schätzt du die Chancen ein beim RSV zu bestehen?

 

Gerd Marx: Wie gesagt haben wir uns nicht gut vorbereitet. Rossau scheint nach dem 4:0 in Bismark da schon auf einem ganz anderen Level zu sein und sie stehen ja nicht zu Unrecht auf Platz eins. Rossau ist der klare Favorit. Trotzdem sehe ich uns nicht komplett chancenlos, aber dann müssen schon viele Kleinigkeiten stimmen und es bräuchte wie Rossau im Hinspiel etwas Matchglück.

 

Vielen Dank, dass du dich unseren Fragen gestellt hast. Wir wünschen dir und deiner Mannschaft viel Erfolg!