Männer
15. Januar 2018
  • Wir schauen auf die Hinrunde zurück
Havelberg (fp) - Die Vorbereitung für die Rückrunde hat begonnen und es sind noch gut vier Wochen bis zum ersten Pflichtspiel. Zeit genug um gemeinsam mit FSV-Coach Markus Hinz die erste Saisonhälfte in Ruhe Revue passieren zu lassen.

Trainer mit Vorbereitung zufrieden aber mit Personalproblemen
Mit der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 waren Trainer und Betreuer allgemein zufrieden - auch wenn zwei von drei Testspielen verloren gingen.
Nicht zufrieden konnte man hingegen mit der Personaldecke sein. So musste man mit Benjamin Döring, Wilhelm Schulz (beide SSV Warnau) und Markus Bröker (Zernitzer SV) drei Stammkräfte vor Saisonbeginn ziehen lassen.
In einem Testspiel verletzte sich dann auch noch Innenverteidiger Michael Seidel so schwer, dass dieser für den Großteil der Hinrunde ausfiel.
Um die unerwarteten Abgänge bzw. Ausfälle auszugleichen musste Trainer Hinz auf Spieler der FSV-Reserve zurückgreifen, was sein Ziel die Defensive zu verbessern nicht einfacher machte.
Für ihn galt es ein Spielsystem zu finden mit dem der Kader dennoch wettbewerbsfähig sein konnte. Grundsätzlich attestiert der Coach seiner Mannschaft dies im Laufe der Hinrunde und im Rahmen ihrer Möglichkeit auch umgesetzt zu haben.

Befürchtungen bewahrheiten sich
Der Einstieg in die Saison bestätigte dann aber erst einmal die Befürchtungen, dass es nicht einfach werden würde. Nach den ersten beiden Saisonspielen hatte man null Punkte dafür aber bereits 11 Gegentore auf dem Konto. Die Erfolge in der ersten Pokalrunde gegen die eigene Reserve und am 3. Spieltag gegen Osterburg (4:2) waren ein kleines Strohfeuer, welches nur kurz Hoffnung auf Besserung aufkommen ließ. Die nächsten vier Partien war man vielleicht nicht immer die schlechtere Mannschaft aber wenn Selbstvertrauen und das nötige Glück Mangelware sind, verliert man auch diese Spiele.
Am 9. Spieltag gegen Jävenitz gelang dann endlich der zweite Dreier der Saison (5:2) und das Wochenende darauf holte das Team in Wahrburg unerwartet einen Punkt (1:1).
Wer dachte, dass jetzt vielleicht die Kehrtwende geschafft sei, wurde nur wenige Tage später eines Besseren belehrt. In der zweiten Runde des Altmark-Pokals blamierte man sich beim Kreisoberligisten Preußen Schönhausen bis auf die Knochen (3:1) und verabschiedet sich sang und klanglos aus dem Wettbewerb.
Aus den folgenden fünf Spielen holte man dann noch vier Zähler (1 Sieg - 1 Remis - 3 Niederlagen).
Fast schon symptomatisch für die Hinrunde war dabei der 15. Spieltag bei den hoch favorisierten Tangermündern.
Mit einer mal wieder von FSV-Reservisten aufgefüllten Mannschaft sah es lange nach einer Überraschung aus - 1:3 führte die Mannschaft um den Doppeltorschützen Jürgen Betker. Aber am Ende kam es ganz bitter und man musste sich gar noch 4:3 geschlagen geben. Dass dann auch noch beim wichtigen Nachholspiel gegen Krevese ein Großteil der Mannschaft durch das Hin und Her bei der Festlegung des Nachholtermins letztlich nicht zur Verfügung stand und man am Ende wieder ohne Zählbares in die Domstadt zurück kehrte, "rundete" das Ganze im negativen Sinne ab.

Trainingsbeteiligung lässt zu Ende der Hinrunde nach
Der Blick auf die Tabelle nach 15 Partien ist damit äußerst ernüchternd. Drei Siege sowie drei Unentschieden stehen neun Niederlagen gegenüber und ein Torverhältnis von 36:51 reichen aktuell nur zu Platz 14 in der Landesklasse. Zudem haben die punktgleichen Letzlinger (#15) noch zwei Spiel nachzuholen. Die Lage ist also ernst, dennoch musste Trainer Hinz gerade zum Ende der Hinrunde beobachten, dass die Trainingsbeteiligung deutlich nachließ. Gerade in diesen schwierigen Zeiten appelliert er an seine Spieler in der Rückrunde wieder mehr Ehrgeiz sowie Einsatzwillen im Trainingsbetrieb und an den Spieltagen zu zeigen.

Rückkehrer sind Lichtblick für die Rückrunde 
Aber es gibt auch Positives zu berichten. Mit FSV-Torjäger Jürgen Betker stellt der FSV derzeit den besten Vollstrecker in der Landesklasse I. Seine 16 Treffer in der Hinrunde hielt die Hoffnung auf den Klassenerhalt bis jetzt am Leben.
An der Personalfront gibt es auch Bewegung. ein alter Bekannter kehrt zurück. Thoralf Gennermann wechselt vom FSV Glückauf Brieske/Senftenberg wieder an die Havel und wird gemeinsam mit seinen alten Mannschaftskameraden für den Klassenerhalt kämpfen. Zudem stehen die Langzeitverletzten Michael Seidel und Adrian Blümner wieder zur Verfügung.