Männer
7. Oktober 2011
  • Achtelfinale Krombacher Altmarkpokal

FSV Havelberg - Rot-Weiß Arneburg 2:4 n.V. (0:0, 1:1, 2:2)

Havelberg (tl). Im Achtelfinale des Krombacher Altmarkpokals wollte sich der FSV Havelberg gegen den Landesklassevertreter aus Arneburg beweisen und ins Viertelfinale einziehen. Am Ende hatte Arneburg, nach großem Kampf des FSV, das glücklichere Ende für sich. Für die gezeigte Leistung brauchen sich die Havelberger allerdings nicht verstecken, denn sie zeigten über die kompletten 120 Spielminuten den besseren Fußball.

Nach kurzem Abtasten hatten die Domstädter auch die erste Chance des Spiels. Sven Leppin vergab jedoch nach fünf Minuten. Auf der anderen Seite hatte Arneburg per Freistoß die erste Möglichkeit (9'). In der Folge hatten die Havelberger mehr vom Spiel, sie übernahmen das Kommando und hatten mehr Ballbesitz. Zählbares konnte allerdings nicht herausspringen, weil Arneburg in der Defensive sehr kompakt stand. Meist wussten diese sich allerdings nur noch per Foul zu helfen, was dem Spiel einen sehr robusten Charakter gab.

Erst in der 18. Minute hatte man die nächste Chance, doch an den Freistoß von Thomas Dreisow kam niemand heran. Auf der Gegenseite verzog Torjäger Patrick Rösler deutlich. Durch die sehr harte Gangart, kam der FSV nur zu Freistoßmöglichkeiten aus dem Halbfeld. Diese konnten allesamt ebenfalls nicht genutzt werden. Arneburg blieb in der ersten Halbzeit in der Offensive komplett blass und konzentrierte sich zusehends auf die Defensive - auch weil die schnellen Offensivspieler des FSV die Abwehr gut beschäftigen.

In der 27. Minute hatte Thomas Dreisow eine Schussmöglichkeit nach einem Eckstoß, doch auch er zielte nicht genau genug und setzte den Ball weit über das Gehäuse. Auch bis zur Pause war mehr vom FSV zu sehen. So kamen Benjamin Döring und Toni Leppin zu guten Möglichkeiten, doch auch hier blieb entweder der Torwart Sieger oder der Schuss ging am Tor vorbei (34', 44', 45'). Somit ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause hatte der FSV die erste Chance auf Lager. Wieder war es ein Freistoß, der für Gefahr sorgte, doch der Kopfball war zu schwach. In der Folge kam Arneburg besser ins Spiel. Eine dreifach-Chance konnte klasse durch Torhüter Bauz zu nichte gemacht werden. Doch in der 55. Minute war auch er machtlos. Im zweiten Versuch traf Patrick Rösler zum 0:1. Der FSV verstand es aber nun den Druck zu erhöhen und spielte wieder den besseren Fußball. Auch weil Arneburg sich nun tief hinten reinstellte und auf Konter lauerte.

In der 63. Minute passte Sven Leppin auf Steven Möbius. Sein Querpass in die Mitte konnte jedoch niemand erreichen. Es folgte ein Wechsel mit Folgen. Vom Platz gingen Dreisow und S. Leppin. Es kamen dafür Domenico Schluricke und Kenny Jährling. Die nun vorhandene Doppelspitze mit Schluricke und Bröker sollte für mehr Gefahr sorgen. So dauerte es auch nur neun Minuten bis Markus Bröker zum verdienten 1:1-Ausgleich kam. Die Vorarbeit leistete hierfür Benjamin Döring über Außen.

Und der FSV wollte mehr. Weitere Chancen von Bröker und Döring wurden allerdings nicht genutzt. So musste die Verlängerung für eine Entscheidung sorgen.

Die erste Möglichkeite nutzte der Gast zur 2:1- Führung. Als der FSV einen Angriff starten wollte, wurde dieser abgefangen. Den anschließenden Konter klärte Bauz zuvor klasse, doch dann war wieder einmal Patrick Rösler zur Stelle und netzte ein. Nun hieß es alles nach vorne. Und dies zahlte sich aus. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung kam Kevin Brecht im gegnerischen Strafraum an den Ball. In Stürmermanier verwertete er einen abgewehrten Eckball per Fallrückzieher zum 2:2-Ausgleich (107').

Bis zum Ende der Verlängerung sollte dann nicht mehr so viel passieren und als man sich schon aufs Elfmeterschießen einstellte, schlug Arneburg eiskalt zu. In der 119. Minute flog ein 40 Meter Freistoß in den Havelberger Strafraum. Am langen Pfosten stand dann plötzlich Routinier Mario Wesche und vollendete per Seitfallzieher unhaltbar für Bauz zur umjubelten 2:3-Führung für Arneburg. Der FSV warf nun alles nach vorne und als ein weiterer Angriff abgefangen wurde, traf Patrick Rösler in der 120. Minute zum 2:4-Endstand.

Alles in allem muss sich der FSV Havelberg für die gezeigte Leistung absolut nicht verstecken. Man hat einem Landesklassevertreter sehr gut Parolie geboten und über die gesamte Spielzeit die bessere Spielanlage gezeigt. Dies reicht allerdings manchmal nicht aus, was auch als Hinweis auf die wichtigen Spiele in der Kreisoberliga gedeutet werden sollte.

FSV: Bauz - Bröker, Ebel, Gieseler, Brecht, T.Leppin, Dreisow (Schluricke), Nowak (Rollenhagen), Döring, S.Leppin (Jährling), Möbius

Torfolge: 0:1 Rösler (55'), 1:1 Bröker (73'), 1:2 Rösler (97') , 2:2. Brecht (107'), 2:3 Wesche (119'), 2:4 Rösler (120')

Impressionen: