Männer
20. September 2011
  • 4.Spieltag Kreisoberliga Altmark Ost

SV Germania Klietz – FSV Havelberg 0:2 (0:1)

Havelberg (tl). Eigentlich müsste man die Männer des FSV nun zu Derbyhelden machen, denn auch das dritte Spiel in dieser Saison gegen Teams östlich der Elbe wurde gewonnen. Und dieses Mal gab es keine zwei Meinungen. Die Domstädter verließen den Platz als hochverdienter Sieger. Nach Toren von Marcus Nowak und Mario Gieseler kurz vor den Enden beider Halbzeiten war der Sieg eingefahren.

Der FSV ging als leichter Favorit in diese Partie und machte über die komplette Spielzeit deutlich, warum. Der Gegner wurde teilweise schön laufen gelassen und man erarbeitete sich wieder viele Torchancen. Wieso es dann letztlich wieder nur zu zwei Toren gereicht hat, bleibt das Geheimnis. Von Klietz kam im gesamten Spielverlauf nichts Nennenswertes aufs FSV-Tor. Keeper Bauz war fast die ganze Zeit beschäftigungslos.

Demnach dominierte der FSV das Spiel in den Anfangsminuten und drängte auf ein frühes Tor. Es wär auch so gekommen, hätte Benjamin Döring den Ball ins Tor geköpft, anstatt ihn 2 Meter vor dem Tor völlig freistehend daneben zu köpfen (4’). Auch die nächsten Chancen konnte Döring nicht zur Führung nutzen (6’, 9’). In der 14. Minute hatte Markus Bröker eine weitere Chance nach einer Ecke. Auch in den Minuten 17, 18 und 24 wurden die Torchancen von Ebel, S.Leppin und Döring vereitelt. Und als Nowak einen Pass von Toni Leppin ins Tor setzte, war es so weit – dachten jedenfalls alle, doch die Assistentin an der Linie hatte etwas dagegen – Abseits.

Von Klietz kam in der ersten halben Stunde sehr wenig bis gar nichts. Aber sie machten es der Havelberger Defensive mit ihren langen Bällen auch recht einfach. Einzig ein Schuss in der 31. Minute war bis dato zu verzeichnen. Der FSV ließ sich ab diesem Zeitpunkt irgendwie aus dem Konzept bringen. Man spielte zu pomadig und teilweise arrogant gegen kämpfende Klietzer. In der 32. Minute hatte Nowak, die vorerst letzte Chance aufs 1:0 für den FSV. Klietz spielte, weil der FSV einen Gang zurück schaltete, dann besser. So kamen sie zu ihren nächsten Torchancen (40’, 43’). Wenn es ganz dumm läuft, machen die Germanen in diesen Situationen das 1:0 und stehen dann noch tiefer, als zuvor. Doch der FSV hatte kurz vor der Pause noch eine Antwort parat. Einen Ballgewinn von T.Leppin bugsierte Ebel durch die Hosenträger eines Klietzers zu selbigen zurück. Sein Pass in die Spitze fand Namensvetter Sven und dieser bediente dann Nowak. Der behielt die Nerven vor Keeper Lühe und traf zur 1:0 Halbzeitführung.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich anders. Die Havelberger wollten das Ergebnis verwalten und spielten zu lässig. Vor allem in der Defensive gab es Unstimmigkeiten. Dadurch kam Klietz zu mehreren kleineren Chancen. Die erste hatten jedoch die Gäste. Einen Pass von Sven Leppin konnte Bröker im Strafraum erreichen. Freistehend schloss er ab, doch Torwart Lühe hielt glänzend. Anschließend kam Klietz besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. Die Torchancen wurden in der 52., 55. und 56. durch Torhüter Bauz geklärt. In der 60. Minute zeigte sich dann wieder der FSV und erwachte aus seiner Lethargie. Doch auch der Freistoß von Thomas Dreisow brachte nichts.

Nowak, K.Brecht, Dreisow und nochmals Nowak zielten entweder zu genau oder fanden ihren Meister in Lühe (61’, 65’, 67’, 68’). In der 75. Minute hatte wieder der aufgerückte Rechtsverteidiger Markus Bröker die Chance den Sack zuzubinden. Hier hielt Lühe wieder klasse. Einen Freistoß von Klietz konnte Bauz in der 80. Minute entschärfen. Zuvor sah Gennermann nach einem Foulspiel die Gelbe Karte. Wer jetzt dachte, Klietz würde eine Schlussoffensive zünden, der dachte falsch. Der FSV war bemüht um das zweite Tor und hatte jetzt natürlich viel Platz. Wieder war es Bröker, der in der 81. Minute einen Hundertprozenter vergab. Auch die Schüsse von Nowak und Bröker waren zu harmlos für den Klietzer Schlussmann. So musste ein Foulspiel im Strafraum der Gastgeber in der 89. Minute helfen, um das Endergebnis herzustellen. Sven Leppin wurde nach Zuspiel Döring gefoult. Mario Gieseler trat an und verwandelte souverän. Anschließend pfiff der sehr gute Schiedsrichter Bock die Partie ab.

Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass der FSV verdient drei Punkte eingefahren hat. An der Chancenverwertung muss aber noch gearbeitet werden. Gegenüber dem Vorjahr ist hier deutlich eine Ladehemmung erkennbar. Nun hat man zwei Wochen Zeit, um die Maschinen zu ölen und zum laufen zu bringen. Dann kommt es am 3. Oktober (Montag) im Krombacher Altmarkpokal zum Aufeinandertreffen mit dem Landesklasse-Team aus Arneburg. Bis dahin ist man in der Liga spielfrei.


FSV: Bauz – Bröker, Gieseler, K.Brecht, Ebel, Gennermann, T.Leppin, Döring, Dreisow, S.Leppin, Nowak

Gelbe Karten: Bröker, Gennermann

Torfolge: 0:1 Nowak (44’), 0:2 Gieseler (89’/FE)

Impressionen: