FSV Havelberg – Saxonia Tangermünde 6:0 (2:0)
Havelberg (tl). Das Pferdemarkt-Wochenende hätte für den FSV nicht besser laufen können. Bei bestem Fußballwetter und vor 675 (+ X) Zuschauern feierten die Möbius & Co ein Schützenfest gegen die eine Klasse höher spielenden Saxonen aus Tangermünde. Die Mannschaft zeigte dabei eine sehr souveräne Vorstellung in der Defensive und im Offensivbereich war man sehr torhungrig.
Das Spiel begann ausgeglichen mit kleineren Torchancen auf beiden Seiten. Sowohl der FSV in der ersten und dritten Minute durch Nowak und Döring, noch Tangermünde in der zweiten und fünften Minute konnten den Ball im Tor unterbringen. Nach der ausgeglichen Anfangsphase übernahmen die Domstädter mehr und mehr die Initiative, doch es fehlte die Genauigkeit in den Torabschlüssen (9‘, 10‘, 15‘, 18‘). Den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte Wiedemanns Versuchs aus 16 Meter, als er zu einem Solo ansetzte, doch auch bei seinem Schuss fehlte die Genauigkeit.
Anschließend begann die beste Phase des FSV vor der Pause. Die Angriffe wurden immer strukturierter und man setzte sich in der Hälfte der Saxonen fest. In der 25. Minute war Dörings Versuch zu schwach. Drei Minuten später setzte sich Döring gut durch und bediente Möbius. Bei der Ballannahme sprang ihm der Ball allerdings an die Hand, sodass auch diese Chance ungenutzt blieb. Weitere Möglichkeiten folgten bis zur 34. Minute und zum umjubelten 1:0. Thomas Dreisow setzte zu einem Solo an und spielte in den Strafraum zu Sven Leppin. Dieser behielt die Übersicht und passte zurück auf Dreisow, der den Ball nur noch einschieben brauchte.
Und anders als in den bisherigen Spielen machte der FSV da weiter. Drei Minuten nach dem 1:0 wurde Nowaks Schuss zur Ecke abgewehrt. Diese konnte auch geklärt werden, doch Chris Ebel brachte den Ball per Bogenlampe zurück. Möbius erahnte dies und schob überlegt und cool zum 2:0 ein. Dieser Doppelschlag brachte viel Ruhe ins FSV-Spiel. Auch weil die Tangermünder nur durch Schüsse aus der Distanz den Weg zum Erfolg sahen. Somit ging der FSV mit einer Führung gegen den Landesklasse-Vertreter in die Pause.
Nach der deutlichen und nicht zu überhörenden Halbzeitansprache von Saxonen-Trainer Lenz konnte man davon ausgehen, dass Tangermünde motivierter aus der Kabine kam. Doch daraus wurde nichts. Die Domstädter störten früh und ließen auch in der zweiten Halbzeit wenig Spielraum. So kam es in der 52. Spielminute wieder zu einem Sololauf von Dreisow. Diesmal konnte er allerdings nur per Foul von Keeper Anrdt gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verschoss allerdings Bröker.
Die Tangermünder spielten in der Folge besser als in der ersten Halbzeit und erzielten in der 57. Minute einen Treffer. Wiedemann stand jedoch im Abseits. Auf der Gegenseite hätte eine Kombination über Döring und Möbius fast ins Tor gefunden, doch S.Leppin hämmerte den Ball übers Tor. Einen weiteren Konter über Nowak vereitelte Arndt beim Herauslaufen. Das 3:0 in der 59. Minute war dann der endgültige K.O. für die Saxonen. Toni Leppin wagte sich mit nach vorn und spielte mit Möbius die Hintermannschaft mit seinem simplen Doppelpass aus. Frei vor dem Torwart überlupfte er selbigen.
Und Havelberg hatte noch nicht genug. Es folgten drei Chancen binnen drei Minuten. Nowak, Döring und Bröker scheiterten entweder am Keeper oder an den eigenen Nerven. Das 4:0 war die logische Konsequenz für die pomadige Spielweise der Tangermünder. Der Schuss 20 Meter von Chris Ebel fand den Weg ins Tor (73‘). Allerdings sah hier der Torwart auch äußerst schlecht aus. Saxonia kam in der Schlussphase noch zu einigen Chancen. Einmal stand man wieder im Abseits, beim anderen Mal rettete Bauz stark gegen Hampel. Zwischenzeitlich erzielte Benjamin Döring das 5:0 nach einem klasse Zuspiel von Einwechsler Maik Rollenhagen (82‘). Das halbe Dutzend wurde durch Daniel Rateitschak vollgemacht. Eine Flanke aus dem Halbfeld vom eingewechselten Gieseler köpfte der ebenfalls eingewechselte Rateitschak über den Keeper ins Tor (88‘). Somit rechtfertigte jeder der Einwechselspieler seinen Einsatz mit jeweils einer Torbeteiligung.
Alles in Allem war es ein souveräner Sieg, der vorher nicht zu erwarten war und schon gar nicht in dieser Höhe. Die gesamte Mannschaft zeigte an diesem Tag eine couragierte Leistung und feierte verdient diesen Heimsieg. Begossen wurde dieser am Abend mit reichlich Wasser & Wodka in den Bierzelten des Havelberger Pferdemarktes.
FSV: Bauz – Bröker, K.Brecht, T.Leppin, Ebel (Rateitschak), Gennermann, Dreisow (Gieseler), Nowak, Döring, S.Leppin (Rollenhagen), Möbius
Torfolge: 1:0 Dreisow (34‘), 2:0 Möbius (38‘), 3:0 T.Leppin (63‘), 4:0 Ebel (73‘), 5:0 Döring (82‘), 6:0 Rateitschak (88‘)
Impressionen:

