SV Lemgow-Dangenstorf FSV Havelberg 2:0 (1:0)
Spielabbruch in der 60. Spielminute
Lübbow/Havelberg (anf). Vergangen Samstag reisten die Frauen des FSV Havelberg zum Ligaprimus Lemgow-Dangenstorf nach Niedersachsen. Da der Favorit in dieser Partie bereits vor Anpfiff fest stand, wollten die Havelberger wenigstens so lange wie möglich das 0:0 halten und idealerweise mit nachhause nehmen.
Nach Anpfiff war die Rollenverteilung klar zu erkennen, sodass der FSV stark in die eigenen Reihen gedrängt wurde. So war es auch keine große Überraschung, als Torwartin Janine Falck bereits in der 5. Minute den Ball hinter sich im Tor liegen sah. Nachdem ein Angriff des FSV im Strafraum geklärt werden konnte, wurde der Tempogegenstoß nicht rechtzeitig unterbunden und der Ball landete aus 20m Entfernung im Tor - 1:0. Immer wieder rettete Ersatzkeeperin Falck durch klasse Paraden oder ein gekonntes Augenmaß die Havelberger vor weiteren Gegentoren. In der 25’ kämpften sich die Havelbergerinnen aus ihrer eigenen Hälfte und kamen gefährlich nah vors Tor, sodass der Angriff nur noch durch ein Foul abgewehrt werden konnte. Der geschossene Freistoß von Josi Wagner ging direkt aufs Tor, die Torwartin konnte den Ball nicht festhalten, jedoch verfehlte der Nachschuss von Franziska Falck nur ganz knapp das Tor. Endlich war der Knoten geplatzt und der FSV kam immer öfter vors gegnerische Tor. Zwar war der ersehnte Ausgleichstreffer zum Greifen nah (Schulz 36’, Wagner 37’,40’), doch fehlte etwas Glück, um den Ball hinter die Linie zu befördern. Mit einer klasse kämpferischen Leistung in den letzten Spielminuten ging es in die Pause.
Nun hatte die Mannschaft Blut geleckt und wollte mit kühlem Kopf die Anfangsphase der zweiten Halbzeit nutzen, um den Ausgleich wieder herzustellen. Alles deutete darauf hin, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis der Ball im Tor landete. Die sonst sehr unruhigen ersten Spielminuten der zweiten Halbzeit in den eigenen Reihen blieben aus, sodass sich Wagner und Schulz immer wieder in sehr guten Schusspositionen befanden. Ein in der Abwehr eroberter Ball von Franziska Schröder konnte schnell über Annegreth Fritze auf die gestartete Fabienne Hamel gelenkt werden, die sich gekonnt auf der linken Außenbahn durchsetzte, aber leider den Pass zu spät in den Strafraum abgeben konnte. Ein Gegenangriff der Gastgeber wurde durch schnelles Passspiel gefährlich nah vors Tor gebracht und sicher von Kapitänin Nora Engel geklärt, doch Schiedsrichter Haver machte seiner parteiischen Leistung alle Ehre und pfiff auf Zuruf der Zuschauer einen Strafstoß. Die angetreten Schützin verwandelte den Elfmeter zum 2:0. Im Nachgang verteilte Haver an die bereits verwarnte Wagner eine gelbe Karte und verwies den Havelberger Trainer Rico Schröder des Platzes. Doch damit nicht genug, wies er Kapitänin Engel an, den Co-Trainer und die mitgereisten Fans zu beruhigen. Da es in diesem Wortgefecht zu Beleidigungen durch den Schiedsrichter kam, entschloss sich der FSV die Partie vorzeitig zu beenden.
Da es bereits in der Vergangenheit im Wendland vermehrt dazu kam, dass die Schiedsrichteransetzung fragwürdig erschien, erlaubt sich hier die Frage, welchen Stellenwert die angereiste Mannschaft in dieser Region besitzt. Beim Fußball sollte der Bessere gewinnen und nicht der, der den Schiedsrichter am besten kennt.
Am nächsten Sonntag trifft der FSV im letzten Heimspiel der Saison auf Beetzendorf/Immekath. Anpfiff der Partie ist 13:00 Uhr im Sportforum am Eichenwald. Zuschauer sind wie immer gern gesehen.
Vorkommnisse: gelbe Karte Wagner (56’), Spielabbruch (60’)
Torfolge: 1:0 (5`), 2:0 FE (55`)
FSV: Janine Falck - Franziska Schröder, Nora Engel, Carolin Schulze, Maria Nowak - Annegreth Fritze - Fabienne Hamel, Franziska Falck, Josepha Wagner, Stephanie Schulz - Luci Kunert (Maria Hirsch)

