TUS Wahrburg - FSV Havelberg 1911 1:4 (1:2)
Havelberg (tl). Am gestrigen Sonnabend gastierte der FSV Havelberg beim Kreisoberligisten TUS Wahrburg zum Altmarkpokal-Viertelfinale. Gegen einen tief stehenden Gegner hatte der FSV nicht allzu große Mühe, um sich das Ticket für das Halbfinale zu buchen. Der FSV musste zwar einem Rückstand hinterherlaufen, drehte diesen jedoch noch vor der Pause in eine Führung und spielte in der zweiten Halbzeit clever seine Überlegenheit aus. Am Ende siegte man verdient mit 4:1 und kann nun im Pokal überwintern.
Highlights
1' - Der FSV ist nach Anpfiff der Partie sofort zur Stelle und hat gleich die erste gute Möglichkeit. Nach einer Passstaffette ist Thomas Dreisow in aussichtsreicher Schussposition. Sein Schuss wird immer länger und fällt fast über Keeper Trocha ins Tor. Dieser lenkt den Ball aber gerade noch über den Querbalken.
14' - Das Spiel hat sich gefunden - Havelberg mit mehr Ballbesitz und guten Tormöglichkeiten, Wahrburg steht tief und lauert auf schnelle Tempogegenstöße. Im Mittelfeld wird hart gekämpf, manchmal auch mit unerlaubten Mitteln. Einen Freistoß aus dem Halbfeld kann Thoralf Gennermann im rückwärtslaufen nicht mehr richtig aufs Tor bringen.
21' - 1:0 - Die überraschende Führung für die Gastgeber. Mit zunehmender Spieldauer merkte man beim FSV eine gewisse Ungeduld aufkommen. In dieser Phase rutschte Gieseler auf dem nassen Geläuf mit dem Ball aus. Wahrburg spielte Doppelpass und so stand Schunke frei vor Torwart Hochmüller. Der Stürmer ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollendete zur umjubelten Führung,
27' - Jetzt steht Wahrburg noch tiefer. Mit einer Fünferkette und davor zwei Abräumern wird es schwer für die Havelberger durchzukommen. In der 27. Minute kämpft sich Dreisow durch und spielt auf Jürgen Betker. Leider einen Moment zu spät, denn der FSV-Stürmer steht knapp im Abseits.
30' - 1:1 - Nach einer Standardsituation bekommt der FSV den zweiten Ball. Diesen spielt Markus Bröker auf den frei stehenden Möbius, welcher mit einem Querpass Betker in der Mitte findet. Sein Torabschluss wird glänzend von Trocha pariert, doch gegen den Nachschuss von Toni Leppin ist er machtlos.
33' - 1:2 - Einen flach gespielten Freistoß kann Rateitschak aus dem Halbfeld in die Gefahrenzone bringen. Dort steht Bröker und setzt sich gegen zwei Mann durch. Sein Schuss aus 16 Metern geht vom Innenpfosten ins Tor. Mit diesem Resultat geht es in die Pause.
- Halbzeit -
47' - Der FSV will früh nach Wiederanpfiff die Zeichen auf Halbfinaleinzug setzen und hat gleich erste Möglichkeiten. Nach einem Freistoß kommt Markus Bröker frei zum Kopfball und köpft den Ball knapp neben das Tor, aber auch hier stand der Assistent richtig und entscheidet auf Abseits. In den Folgeminuten verpassen sowohl Bröker als auch Gennermann ihre Abschlüsse in Zählbares umzumünzen.
51' - Wahrburg steht nicht hinten drin und spielt auf den Ausgleich. Nach einem Schuss kann FSV-Keeper Hochmüller Klasse parieren und so den Ausgleichstreffer verhindern.
54' - 1:3 - Die direkte Antwort auf die Wahrburger Bemühungen. Nach einer Kombination über Thoralf Gennermann und Daniel Rateitschak kommt der Ball irgendwie zu Toni Leppin. Dieser überwindet noch den herauseilenden Torwart und erhöht für seine Farben.
55' - Über die linke Angriffseite wird der aufgerückte Toni Liebsch im Strafraum angespielt. Seine Direktabnahme wird jedoch klasse von Trocha aus spitzem Winkel gehalten. Den Nachschus setzt Chris Ebel über das Tor.
60' - Nun bieten sich mehr und mehr Räume für die Domstädter. Endstation und Passempfänger ist Steven Möbius, der den Ball aus aussichtsreicher Position über das Tor befördert.
61' - 1:4 - Den Deckel auf diese Partie macht Jürgen Betker. Er wird von Thomas Dreisow klasse angespielt und hat letztlich keine Mühe den Ball aus halblinker Position ins lange Eck zum 4:1 zu schieben. Damit ist der Widerstand der Wahrburger gebrochen, doch man gibt sich noch nicht geschlagen und wird in der Folge etwas offensiver.
80' - In den Schlussminuten wird nochmals zwei Mal Jürgen betker gesucht und gefunden. Zui erst ist es der eingewechselte Eike Gennermann, welcher mit einem langen Ball den Kopf vom FSV-Stürmer findet. Er köpft jedoch über das Tor. Nur eine Minute später wird Betker von Gennermann hoch angespielt. Auch hier köpft der FSVler drüber, sodass es mit einem gerechten 4:1-Auswärtssieg wieder nach Hause geht.
Fazit
Gegen einen sehr gut eingestellten Gegner hatte der FSV in einem guten Pokalspiel nur anfänglich seine Schwierigkeiten. Nicht gerade einfach machte es den Beteiligten der aufgeweichte Rasen. Nichtsdestotrotz zieht man hochverdient in das Halbfinale des Altmarkpokals ein, weil man über die bessere Spielanlage verfügte und so das Spiel dominieren konnte. Zur rechten Zeit nutzte man die Fehler der Wahrburger Defensive und konnte so die Tore erzielen. In der nächsten Runde warten mit Uchtspringe, Arneburg und Bismark II oder Goldbeck keine einfachen Aufgaben.
Aufstellung
Wahrburg: Trocha - Mohr, Brohmann, Dieckmann, Wennrich (66' Radelhof), Hesse, Fleischmann, Zimmernmann, Prenzel (76' Lemme), Schunke (59' Lampe), Pritzkow
FSV: Hochmüller - Rateitschak (78' Gennermann), Gieseler, T.Leppin, T.Liebsch, Gennermann, Ebel, Dreisow, Bröker (76' Engel), Betker, Möbius (64' Döring)
Schiedsrichter
Elfi Schwander - Dirk Feibig - Björn Kleinschmidt
Zuschauer
130
Torfolge
1:0 Schunke (22')
1:1 T.Leppin (31')
1:2 Bröker (34')
1:3 T. Leppin (54')
1:4 Betker (62')
Impressionen

