Männer
6. Juni 2011
  • Sommerfußball - nein danke! 10:0-Heimerfolg zum Abschluss

30. Spieltag Kreisoberliga Altmark Ost
FSV Havelberg – SV Grieben 10:0 (3:0)

Havelberg (tl). Im letzten Spiel der Saison 2010/2011 hat der FSV Havelberg im heimischen Sportforum ein echtes Schützenfest gefeiert. Mit 10:0 wurde der SV Grieben auf die Heimreise geschickt. Durch diesen Sieg rückte die FSV-Elf noch auf Platz drei in der Tabelle vor.

Vor dem Spiel

Der FSV ging als klarer Favorit in die Partie und war bei sommerlichen Temperaturen gewillt, diese auch als Sieger zu beenden. Da Trainer Rene Kramer arbeitsbedingt verhindert war, übernahm letztmalig Hartmut Wildermuth die Mannschaft um den wiedergenesenen Kapitän Steven Möbius. Eine offensive Ausrichtung mit zwei Spitzen sollten die Griebener Abwehr fordern.

Vor dem Spiel wurde Matthias Thiemann verabschiedet, der in der nächsten Saison in der westlichen Altmark bei Eintracht Mechau spielen wird. Nach 242 Spielen und 20 erzielten Toren wurde er von Trainer undVorstandsvorsitzendem Hartmut Wildermuth verabschiedet. Von der Mannschaft wurden dann die Trainer Hartmut Wildermuth und Peter Rollenhagen verabschiedet, die in der kommenden Saison die zweite Mannschaft übernehmen. An beide geht ein großes Dankeschön für die geleistete Arbeit.

Zum Spiel

In den ersten Minuten musste sich die FSV-Elf erst einmal finden, war aber um einen konkret Spielaufbau bemüht. In den ersten Minuten kamen beide Mannschaften schon gefährlich vors Tor. Während Grieben nach einem Eckball für Gefahr sorgen konnte, kombinierte sich der FSV Richtung Griebener Tor. Nach einem Pass von T.Leppin stand Markus Bröker frei vor dem Tor. Doch er behielt nicht die Nerven und schob knapp am langen Pfosten vorbei.

In der Folgezeit war von Grieben nicht mehr viel zu sehen. Die Domstädter übernahmen mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel, doch es fehlte meist noch die Genauigkeit in den Aktionen. Oft wurde aber noch der letzte Pass zu ungenau oder einfach zu lang gespielt. Das sollte sich nach dem 1:0 ändern. Daniel Rateitschak marschierte aus der eigenen Hälfte mit dem Ball los und wurde nicht angegriffen. Aus 20 Metern fasste er sich ein Herz und schoss den Ball links unten zur Führung in die Maschen.

Der FSV spielte jetzt wie aufgedreht, aber weiterhin kontrolliert. Nach einem Pass von Markus Bröker auf Benjamin Döring krachte sein Schuss aus sieben Metern an die Querlatte und von dort wohl knapp vor die Torlinie – so sah es zumindest das souveräne Schiedsrichtergespann um Schiedsrichter Tobias Petzke. In der 25. Minute wurde Steven Möbius im Strafraum unsanft zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß konnte zwar der Torhüter parieren, doch Mario Gieseler ließ sich die Chance im Nachschuss nicht nehmen und vollendete zum 2:0.

Es folgten mehrere gute Spielzüge, die allesamt nicht im Tor untergebracht werden konnten. Weder Markus Bröker, noch der wohl schönste Angriff am heutigen Tag. Dieser entstand nämlich aus der eigenen Hälfte des FSV über die Stationen Gieseler, Gennermann, T. Leppin und Möbius. Letzterer schickte Döring in die Spur, welcher in die Mitte zu Markus Bröker passte. Diesem fehlten allerdings wenige Zentimeter, um das Spiel schon nach 30 Minuten zu entscheiden.

In der 38. Minute fiel sie dann – die Vorentscheidung. Nach einem schönen Außenrist über die Abwehr konnte Benjamin Döring dann seinen Treffer bejubeln. Überlegt schob er die Kugel rechts am Torwart vorbei. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel, sodass es mit der komfortablen 3:0-Führung in die Pause ging.

Nach der Pause begann regelrecht Einbahnstraßenfußball, in welchem der FSV sein 100. Saisontor erzielen wollte. Dazu benötigte man weitere drei Tore. Die Tore vier und fünf wurden beide Male aus ähnlicher Position erzielt. Einmal passte Döring auf Möbius, das andere Mal auf Bröker, die den Ball einfach nur noch über die Linie bugsieren mussten. Der nächste Treffer, der 100., gelang Linksverteidiger Marcus Nowak. Er schaltete sich einmal mehr in die Offensive ein und nach einem Doppelpass mit dem eingewechselten Matthias Thiemann, ließ Nowak mit einem trockenen Schuss in die kurze Ecke, den FSV-Anhang zum einhundertsten Mal jubeln.

Ab der 65. Minute spielte Grieben mit einem Mann weniger. Nach einem Foul im Mittelfeld, welches Schiedsrichter Petzke nicht ahndete, beleidigte ein Griebener Spieler den Referee. Dieser zog draufhin den Roten Karton. Das 7:0 fiel in der Folge des gegebenen Freistoß nach der SR-Beleidigung. Steven Möbius erzielte seinen zweiten Treffer, indem er den Ball nach einem Querpass in die Mitte vollendete. Das 8:0 markierte Benjamin Döring. Seinen dritten Treffer am heutigen Tag erzielte Möbius nach einem Rückpass von Bröker von der Grundlinie – 9:0.

Das zehnte Tor und das letzte der Saison schoss Toni Leppin. Ein zu kurz abgewehrter Ball nahm Leppin volley aus 20 Metern. Der Ball schlug vom Pfosten ins Tor, sodass der Griebener Torhüter keine Chance hatte. Der Sieg hätte durchaus noch höher ausfallen können, doch der eingewechselte Thiemann versiebte regelrecht die Chancen, die ihm geboten wurden.

Fazit

Der FSV konnte somit noch einen versöhnlichen Saisonabschluss begehen. Die Saison wurde letztlich mit dem dritten Rang und den am meisten geschossenen Toren (104) abgeschlossen. Nach dem Spiel fand sich die Mannschaft zu einem kleinen Abschlussgrillen ein, in dem Peter Rollenhagen den Posten des Grillmeisters übernahm.


FSV: Bauz – Rateitschak, Gieseler, Nowak (K.Brecht), Gennermann, T.Leppin, Bröker, Döring (Stamer), S.Leppin, S.Brecht (Thiemann), Möbius

Gelbe Karten: Gieseler, Möbius

Rote Karte: 1 x Grieben (65. Minute/ Schiedsrichterbeleidigung)

Torfolge: 1:0 Rateitschak, 2:0 Gieseler, 3:0 Döring, 4:0 Möbius, 5:0 Bröker, 6:0 Nowak, 7:0 Möbius, 8:0 Döring, 9:0 Möbius, 10:0 T.Leppin