29. Mai 2014
  • 24. Spieltag Altmark-Wendland-Liga

FSV Saxonia Tangermünde - FSV Havelberg  2:2 (0:2)

 

2 Halbzeiten, die nicht unterschiedlicher sein könnten

 

Tangermünde/Havelberg (tr). „Derbyzeit“ hieß es am vergangenen Sonntag für die FSV-Frauen, denn ihr Auswärtsspiel führte sie nach Tangermünde – im Vergleich zu den sonstigen Auswärtsfahrten nicht nur örtlich gesehen ein Nachbar, sondern auch in der Tabelle. Obwohl in den Reihen der Domstädterinnen mit Judith Liban, Anne-Katrin Glaser, Lisa Ebel und Fränze Malzahn gleich 4 routinierte Akteurinnen fehlten, wollte man es sich nicht nehmen lassen auch dieses Mal aus der Begegnung als Sieger hervorzugehen.

 

Der Start in die Partie hätte aus Sicht der Havelbergerinnen nicht besser sein können. Bereits nach zwei gespielten Minuten hatten sie das erste Mal Grund zum Jubeln. Fabienne Hamel konnte sich nach einem Pass von Charleene Krumm auf der linken Außenbahn durchsetzen und für ihre in der Mitte mitgelaufene Mitspielerin Janine Gelewski auflegen. Letztere verwandelte dann zum 0:1. Es zeigte sich schnell, dass das Tor kein Zufallsprodukt war. Immer wieder gelang es den Gästen über schnelle Konter die Tangermünder Abwehr hinter sich zu lassen. So auch in der 10. Minute als Charleene Krumm von Janine Gelewski geschickt wurde und  frei vor dem Tor auftauchte. Ihr Schuss verfehlte nicht nur knapp den langen Pfosten, sondern auch um Haaresbreite den Fuß von Fabienne Hamel. Im weiteren Spielgeschehen (14`, 26`, 37`) hatte Charleene Krumm, die an diesem Tag eine starke kämpferische Leistung zeigte, noch drei weitere ähnlich gute Möglichkeiten die Führung ihres Teams auszubauen, doch leider belohnte sie sich nicht selbst. Dafür erlöste sich in der 40. Minute ihre Mitspielerin Josepha Wagner von ihrer torlosen Durststrecke. Eine zu kurz abgewehrte Ecke landete auf Höhe des 16ers vor ihren Füßen. Wagner überlegte nicht lang und legte den Ball für die Saxonia-Keeperin unerreichbar in den Winkel – 0:2. Abgesehen von einem Freistoß gelang es Tangermünde in der ersten Hälfte nicht gefährlich vor das Gästetor zu kommen, da die FSV-Defensive um Kapitänin  Nora Levin gute Arbeit leistete. So ging es mit dem Stand von 0:2 in die Kabine.   

 

Zwar war den Domstädterinnen bewusst, dass sie den Sieg noch längst nicht in der Tasche hatten, aber die Ausgangslage schien gut. Tangermünde machte jedoch von Beginn an der zweiten Hälfte deutlich, dass sie sich nicht so schnell geschlagen geben würden. Schon in der 47. Minute musste FSV-Torhüterin Siw Lüpke nach einer Ecke gleich zweimal zur Stelle sein. Die Saxonia machte auch weiterhin Druck, woraufhin die Gäste ihr eigenes Spiel völlig vergaßen. Lediglich in der 53. Minute gelang es ihnen per Doppelpass von Charleene Krumm und Janine Gelewski noch einmal vor das gegnerische Tor zu kommen, doch Letztere schoss rechts am Tor vorbei. Schließlich war es in der 65. Minute wieder eine Ecke von Tangermünde, die dann zum Anschlusstreffer führte – 1:2. Spätestens jetzt schienen die 3 Punkte der Blau-Weißen in Gefahr. Es dauerte dann nur drei weitere Minuten bis die Saxonia auch noch den Ausgleich erzielte. Pauline Voß ließ ihre Gegenspielerinnen auf der linken Außenbahn hinter sich und netzte zum 2:2 ein. Nun sollte wenigstens der Punkt verteidigt werden. Das fiel den FSV-Frauen in den letzten 15 Minuten dann etwas leichter, da die vorherige Torschützin Voß mit Gelb-Rot vorzeitig den Platz verlassen musste. In der 80. Minute konterten die Gäste noch einmal über Fabienne Hamel und Charleene Krumm, jedoch ging der Abschluss in die Arme der Keeperin. Somit blieb es beim 2:2.

 

Angesichts der so unterschiedlichen Halbzeiten geht das Remis für beide Seiten in Ordnung. Bei besserer Chancenverwertung, hätten die Gäste jedoch den Sack schon in der ersten Hälfte zu machen können.  

 

Das nächste Spiel der Havelbergerinnen findet am kommenden Sonntag um 14 Uhr vor heimischer Kulisse statt. Es wird das letzte Heimspiel der Saison sein, weswegen sich die FSV-Frauen besonders über zahlreiche Zuschauer freuen würden.

 

 

Torfolge: 0:1 Janine Gelewski (2`), 0:2 Josepha Wagner (40`), 1:2 (65`), 2:2 (68`)

 

FSV: Siw Lüpke – Carolin Schulze, Annegreth Fritze, Nora Levin, Franziska Schröder - Tina Rollenhagen, Isabell Janell - Josepha Wagner, Janine Gelewski, Fabienne Hamel – Charleene Krumm (Peggy Prehm, Alexandra Peltzer)