7. Mai 2014
  • 21. Spieltag Altmark-Wendland-Liga

FSV Havelberg – SV Lemgow-Dangenstorf  0:2 (0:1)

Trotz Gleichwertigkeit ohne Punkte vom Platz

 

 Havelberg (jl). Nach einem spielfreien Wochenende der Havelberger Frauenfußball-mannschaft fand sich diese am Sonntag wieder im Sportforum am Eichenwald ein, um die Gäste aus Lemgow-Dangenstorf zu begrüßen. Da es in den letzten beiden Partien bereits galt gegen Tabellenplatz 1& 2 anzutreten und die wohlgemerkt nur denkbar knapp verloren gingen, arbeiteten sich die Domstädterinnen nun weiter abwärts der Tabelle entlang und nahmen sich Platz 3 vor. Trotz klarer Chancen und Gleichwertigkeit gingen sie allerdings mit einer 0:2-Niederlage vom heimischen Platz.

 

Einerseits durch krankheits- oder arbeitsbedingtes Fehlen der Stammkräfte Fränze Mahlzahn, Captain Nora Levin und Franziska Schröder und andererseits durch eine defensive Spieleinstellung änderte sich die Startformation enorm und nur 6 Positionen wurden wie gewohnt besetzt.

Alles andere als eine defensive Einstellung zeigten die Blau-Weißen in den ersten 10 Minuten, als sich schnell und gekonnt die ersten beiden Torchancen für Hamel und Krumm erarbeitet werden konnten. Ein langer Ball der Gäste und das danach verlorene Laufduell der Havelberger Abwehr gegen die Stürmerin aus dem Wendland brachte unerwartet eine Zeigerumdrehung später den 0:1-Rückstand. Nach kurzer Rehabilitationsphase fand Libans Ball den Weg durch die Gasse vor Wagners Füße, jedoch schlussendlich auch in die Arme der SG Torhüterin. Auch Wagners zweiter Versuch, der gleichzeitig der letzte Zwingende auf beiden Spielhälften für diese Halbzeit sein sollte,  scheiterte und die Partie plätscherte nur so dahin.

 

Das sollte sich in den zweiten 45 Minuten ändern. Bereits kurz nach Wiederanpfiff drängten die Lemgowerinnen darauf ihren Vorsprung zu erhöhen, was die FSV-Torfrau Lüpke jedoch zu verhindern wusste. Im Gegenzug versuchten Liban und Wagner es erneut in gleicher Form wie in der ersten Halbzeit. Letztere verfehlte jedoch knapp das Gehäuse. Es ging im Schlagabtausch hin und her, Chancen gab es hüben wie drüben. Ein Steilpass erreichte Stürmerin Krumm, nachdem diese ausgebremst wurde, tauchte Hamel gefährlich vor dem Tor auf, allerdings war die Gästetorhüterin hellwach. Nicht nur sie, wieder einmal bewahrte Lüpke ihre Chicas davor höher in Rückstand zu gelangen. In der 66. Minute konvertierte ein Befreiungsschlag der Ersatzkapitänin Fritze zur klasse Vorlage der Linksaußen Hamel, doch es war zum Verzweifeln, denn auch dieser Torschuss erlosch in den Armen der Keeperin. 5 Minuten vor Abpfiff war es nun ein gegnerischer Freistoß, der sich nach einer Spielunterbrechung ohne Wiederanpfiff des Unparteiischen urplötzlich und blitzschnell an den sich noch sortierenden Havelbergerinnen vorbei in die Maschen schlich.

 

Diese knappe, dennoch nicht weniger bittere Niederlage zeigt einmal mehr, dass die FSV Ladies das Potenzial haben, spielerisch mit den Obersten der Liga mithalten zu können. Die inkonsequente Chancenverwertung macht ihnen leider oft einen Strich durch die Rechnung und sonst sehr positive Entwicklung in dieser Saison. Am nächsten Sonntag wird beim Tabellenvierten in Beetzendorf weiterhin eine effektive Nutzung der erarbeiteten Möglichkeiten vor dem gegnerischen Kasten geübt.

 

 

Torfolge: 0:1 (`11), 0:2 (`85)

 

FSV: Siw Lüpke – Carolin Schulze, Annegreth Fritze, Lisa Ebel, Tina Rollenhagen – Anne-Katrin Glaser, Judith Liban - Fabienne Hamel, Janine Gelewski, Josepha Wagner - Charleene Krumm (Isabell Janell, Gina Hartmann)