Havelberg (dha) â— Die C-Jugend-Kicker des FSV Havelberg warten in der Kreisliga auf eigenem Platz weiter auf den ersten Sieg. Auch im Punktspiel gegen Eintracht Lüderitz I – in der Hinrunde hieß es in Lüderitz 2:2 – war ihnen ein solches Erfolgserlebnis leider nicht vergönnt. Allerdings schwächten sich die Domstädter von Anbeginn auch selbst. Denn nach kurzfristigen Absagen standen dem Trainergespann Andree Martins/Stephan Kotzauer nur zehn Akteure zur Verfügung.
Die allerdings machten ihre zahlenmäßige Unterlegenheit mit spielerischen Mitteln, mit Kampf und Einsatz wieder wett. Wer nicht nachzählte, merkte gar nicht, dass die Hausherren mit einem Mann weniger aufgelaufen waren. In der Anfangsphase schon gar nicht. Denn da führte der FSV eindrucksvoll Regie auf dem Platz. Und blieb dafür nicht unbelohnt: Leon Thranow, an diesem Tag einer der besten Kicker im Havelberger Team, ließ nach einem Doppelpassspiel mit Christopher Kapl dem Lüderitzer Schlussmann in der 9. Minute keine Abwehrchance. Sechs Minuten später hätte das Martins-Team gar auf 2:0 davonziehen können, als Christopher Kapl aus spitzem Winkel das Eintracht-Tor nur um Zentimeter verfehlte.
In der 19. Minute waren dann die Gäste mit dem Toreschießen an der Reihe. Justin Martins, der eigentlich in den Spielaufbau gehört, an diesem Tag aber aus Personalnot das Tor hüten musste, konnte an dem Gegentreffer nichts ausrichten. Hin und Her ging es danach auf dem Sportplatz im Mühlenholz. Sowohl für den FSV als auch für die Eintracht ergaben sich weitere Einschussmöglichkeiten.
Die größte davon bekam Leon Thranow in der 30. Minute auf den Fuß. Ein Lüderitzer konnte das Leder im letzten Augenblick aber noch von der eigenen Torlinie schlagen. In den zweiten 35 Minuten machte sich in den FSV-Reihen der hohe Kräfteverschleiß aus der ersten Halbzeit immer mehr bemerkbar. Die Folge waren das 1:2 nach 37 Minuten und das 1:3 nach 56 Minuten.
Trotz des Rückstandes gab sich die Heimzehn nie auf. Ein weiterer Treffer gelang ihr aber nicht mehr. Nach Spielschluss besuchte der Lüderitzer Trainer die Havelberger in ihrer Kabine. Er würdigte ihre Mannschaftsleistung in Unterzahl und sprach ihnen Mut für die nächsten Punktspiele zu. Eine schöne Geste!
Quelle: Volksstimme vom 1. April 2014

