FSV Havelberg - SG 1895 Pretzier 2:2 (2:1)
- Eine für alle, alle für eine
Havelberg (jl). Temporeicher Fußball, ansehnliche Kombinationen und ein Team, in dem die eine Spielerin zu 100% für die andere kämpft, sorgte beim Heimspiel der FSV Damen für enorme Begeisterung auf den vollen Zuschauerrängen. Für den 17. Spieltag der Altmark-Wendland-Liga stand mit dem angereisten Tabellendritten aus Pretzier keine leichte Partie auf der blau-weißen Agenda. Da die Spielerinnen die Vorgaben der Trainer „dem Spiel wieder mehr Mannschafts- und Kampfgeist einzuhauchen“ erfolgreich umsetzten, resultierten neben einer gerechten Punkteteilung ebenfalls stolze Gesichter der Vorgabengeber.
Für die gelbgesperrte Wagner rückte Anne Glaser, die sich seit der Rückrunde wieder zu Diensten des FSV Havelbergs meldete, der verletzungsbedingt zusätzlich auf Lisa Ebel und Tina Rollenhagen verzichten musste, in die Startelf. Die Mittelfeldakteurin setzte nach kurzer Abtastphase Stürmerin Charleene Krumm mit einem langen Pass in Szene, den diese jedoch nicht auf das Tor bekam. Den erfolgsverwöhnten Gästen war die Verwunderung über Achtungszeichen dieser Art und dem kontinuierlichen Pressing der Havelberger ins Gesicht geschrieben, was in der 23. Minute noch deutlicher wurde, als Neuzugang Janine Gelewski die Hamel-Flanke zur 1:0-Führung druckvoll in die Maschen hämmerte. Pretzier wurde nun wach. Es dauerte nur eine Handvoll Zeigerumdrehungen, bis sie einen Freistoß vor das FSV-Gehäuse brachten, der dort von einer Abnehmerin direkt verwandelt wurde. Auf diesen Ausgleich gibt es nur eine passende Antwort, die die flinke Krumm in der 32. Minute gleich geben wollte. Die Gästetorhüterin wehrte nicht nur ihren Versuch sondern ebenfalls den Nachschuss von Glaser stark ab. Schon im nächsten Moment erkämpfte sich Torschützin Gelewski den Ball, zog ab und abermals war die Torwärtin präsent, machtlos jedoch als Krumm gekonnt nachsetzte. Mit der verdienten Führung endete die laufintensive erste Halbzeit, in der die Hausherrinnen ganz klar energischer als die Gegnerinnen um den Ballbesitz kämpften.
Mit den Vorsätzen diesen Vorsprung zu halten und sogar auszubauen, kamen die Domstädterinnen aus der Kabine und nahmen sofort wieder die Zügel in die Hand. In der 54. Minute wurden sie dann eiskalt erwischt mit dem Konter der schnellen Spitze aus Pretzier. 2:2. Erneut wurde das Havelberger Publikum Zeuge des Nichtaufgebens ihrer Favoriten. Nachdem die SG Abwehr Libans Schuss zur Ecke klärte, ließ eine Gästespielerin ihren Ärger darüber am Unparteiischen aus, der ihr nun mehr Zeit zum Duschen schenkte. Doch auch in Unterzahl lauerte die SG auf Kontermöglichkeiten und kam in der 65. Minute gefährlich vor den FSV-Kasten. Torfrau Lüpke wusste, was zu tun ist und parierte blitzschnell. Die Blau-Weißen drängten weiter auf das Siegtor, während sich die SG in den letzten 10 Minuten nun auf das Verteidigen konzentrierte, dabei fast noch eine Hamel-Flanke ins eigene Tor lenkte. Doch es sollte nicht sein. Und auch im letzten Versuch der Havelbergerinnen zeigte die Gästetorhüterin erneut ihr Können beim Schuss von Charleen Krumm.
Den gesamten Spielverlauf betrachtet können beide Seiten mit dem Remis zufrieden sein. Die „katastrophale Leistung“ vom vorherigen Spieltag wollten die Domstädterinnen vergessen machen, was Ihnen augenscheinlich gelungen ist.
Am kommenden Sonntag steht das Pokal-Halbfinale gegen die SG Beetzendorf/Immekath im Sportforum am Eichenwald an, zudem wir alle Anhänger der Frauenmannschaft recht herzlich einladen.
Torfolge: 1:0 Gelewski (23.‘), 1:1 (28.‘), 2:1 Krumm (34.‘), 2:2 (54.‘)
FSV: Siw Lüpke – Carolin Schulze, Annegreth Fritze, Nora Levin, Franziska Schröder – Fränze Malzahn - Fabienne Hamel, Anne Glaser, Janine Gelewski, Judith Liban – Charleene Krumm (Alexandra Peltzer, Isabell Janell)


Peter Rollenhagen
, 25.03.14
Respekt... Klasse Leistung, klasse Bericht, klasse Bilder.