Männer
9. März 2014
  • 18.Spieltag Landesklasse 2013/14
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FSV Heide Letzlingen : FSV Havelberg 4:4 (2:0)

 

Havelberg belohnt sich mit toller Moral

 

Letzlingen. Vor dem dritten Spieltag der Rückrunde war bei den Domstädtern alles in bester Ordnung. Vier Spiele absolviert und alle gewonnen, Derbysieg und sechs Punkte auf dem Konto. Havelberger Fußballherz was willst du mehr. Aber zuletzt hatte man gegen Salzwedel das Glück schon extrem bemühen müssen und das schien sich nun in Letzlingen rächen zu wollen.

Es war noch keine Minute von der Uhr da lagen die Havelberger schon mit 0:1 hinten. Wernecke nahm einen Einwurf im Strafraum an, drehte sich um Mario Gieseler, der heute keinen guten Tag erwischt hatte, herum und zielte in den Winkel. Der FSV war kalt erwischt worden und da auf dem schlechten Platz dem Zufall Tür und Tor geöffnet waren, bahnte sich die erste Niederlage für Havelberg 2014 an. Die Bälle versprangen permanent und es schien so, als ob immer zu Gunsten der Platzherren, die es dann auch eher mit langen Bällen anstatt mit Fußballspielen versuchten, Havelbergs Hintermannschaft aber auf dem Posten fanden. Eigene Angriffsbemühungen verpufften jedcoh auch. In der 5.Spielminute hatte sich der heute auch glücklose Toni Liebsch einmal durchgesetzt und auch abgezogen, fand aber in Mette seinen Meister. In der 10.Minute dann eine für dieses Spiel lange typische Situation. Die Heidekicker kombinieren sich irgendwie glücklich durch die Havelberger Reihen und am Ende konnte Hochmüller mit einer Glanzparade gerade noch das Schlimmste verhindern und auch in der 20.Minute stand der Zufall Pate. Das Spielgerät hoppelte genau vor die Füße von Letzlingens Wernicke, doch der hatte nun auch Probleme, das selbige unter Kontrolle zu bringen. Toni Leppin konnte die Situation schließlich bereinigen.

Dann hatte Döring den Ball im Mittelfeld verloren und mit einem langen Ball wurde Saluck in Szene gesetzt, aber Hochmüller klärte die Situation per Fußabwehr und nun schien sich der FSV endlich vom Schock des frühen Rückstandes erholt zu haben. Im Minutentakt hatte nun Benjamin Döring das Letzlinger Tor mit Freistößen ins Visier genommen (26., 27., 28.), blieb jedoch erfolglos. Thoralf Gennermann versuchte es in der 30.Minute nach einem Einwurf von Toni Leppin mit einem Fallrückzieher, der ebenso über dem Tor landete, wie der Schuss von Nowak eine Zeigerumdrehung später. In der 35.Minute war Daniel Rateitschak vor dem Heide Tor aufgetaucht, hatte stramm abgezogen, aber Mette hatte rechtzeitig die Fäuste ober. Der inzwischen verdiente Ausgleich blieb den Havelbergern versagt. In der 42.Minute hatte Toni Liebsch Schluricke steil geschickt, der blieb aber auch hier zu unentschlossen und verpasste die Chance.

Als dann ein Schuss von Markus Nowak in der 44.Minute etwas zu schwach geriet, hatte sich alles gedanklich mit dem knappen 1:0 Halbzeitstand angefreundet, aber dann gab es doch noch einen Aufreger. Mario Gieseler wurde beim Versuch einen hohen Ball abzuwehren gestoßen, was der schlechte Schiedsrichter Bode nicht sah. Aber er sah, das der Ball am Oberarm von Gieseler landete und zeigte auf den Punkt. Schlamann ließ Hochmüller auch hier keine Abwehrchance und es ging mit dem 0:2 aus Havelberger Sicht in die Pause.

 

Der Havelberger FSV hatte nun nichts mehr zu verlieren und wollte mutiger in die zweite Spielhälfte gehen. Bei einer guten Ecke des ansonsten blassen Schluricke war aber wieder einmal keiner zum Ball gegangen (48.). Zwei Minuten später dann eine Ecke von Benjamin Döring und hier war endlich Markus Bröker mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den umjubelten 1:2 Anschlusstreffer. Als Hochmüller zwei Minuten später eine Freistoß der Gastgeber locker herunter pflückte, schien sich bei den Havelbergern doch noch alles zum Guten zu wenden, aber dann passierte Mario Gieseler der dritte Fauxpas. Er köpfte einen weiteren langen Ball geblendet von der Sonne genau vor die Füße von Knackmuß und der machte das 3:1 (55.).

Die Fälle schienen eigentlichdavon geschwommen, aber Havelberg wechselte nochmal. Für Schluricke und Liebsch kamen mit Dreisow und Sven Leppin frische Kräfte für die Schlussoffensive, zumal Letzlingen inzwischen keinen topfitten Eindruck mehr machte. Die Versuche von Gennermann per Distanzschuss (60.) und Dreisow per Freistoß (63.) waren noch nicht von Erfolg gekrönt. Dann wurde es erst einmal sehr hektisch auf dem Platz. Schiri Bode machte hier keine glückliche Figur und so lief dem FSV die Zeit davon. Als dann Thomas Driesow nach langer Unterbrechung in der 73.Spielminute einen Freistoß eher suboptimal vor das Heidetor gebracht hatte und praktisch im Gegenzug Wernecke den ansonsten guten Rateitschak austanzte und zum 4:1 einschob (75.), schien der Drops gelutscht. Aber der FSV zeigte eine absolut tolle Moral und wurde schließlich dafür belohnt. Letzlingen wusste sich nur noch per Foul an, um und im Strafraum zu retten. In der 79.Minute legte sich Benjamin Döring das Leder 20 Meter vor dem Tor zurecht und zimmerte es schließlich unhaltbar ins rechte obere Toreck – 2:4.

Dann wird Markus Nowak im Strafraum zu Fall gebracht, Schiri Bode verlegte den Tatort aber nach außen. Der Freistoß von Dreisow war zu schwach geraten (80.), aber noch war Zeit. Als Bode dann ein Handspiel nach Schuss von Nowak ähnlich wie in der 45.Minute diesmal nicht ahndete, wurde es wieder hektisch auf dem Platz (82.), aber der FSV spielte jetzt auch, wie entfesselt. Ein Schuss von Stamer strich in der 83.Minute noch knapp am Heidetor vorbei. Dann hatte sich Havelbergs Linksverteidiger in den Strafraum der Gastgeber getankt, wurde aber dann doch noch abgeblockt (84.). In der 87.Minute war Nowak wieder nur per Foul zu stoppen. Thomas Dreisow brachte den Ball gefühlvoll in den Strafraum und wieder war es Markus Bröker per Kopf, der zum 3:4 vollendete.

Die Försterelf schwamm jetzt hinten komplett. In der 88.Minute Foul an Sven Leppin. Benjamin Döring legte sich wieder die Kugel zurecht und hämmerte sie diesmal zum 4:4 ins linke obere Toreck. Schließlich war es Schiedsrichter Bode zu verdanken, dass der FSV um den nunmehr sogar möglichen Sieg gebracht wurde, denn er ließ nicht nachspielen und pfiff die Partie nach 91 Minuten ab.

 

Der FSV Havelberg hatte eine tolle Moral bewiesen, sich trotz sehr widriger Umstände und eines Pechvogels wie Mario Gieseler nie beirren lassen und am Ende einen Punkt gewonnen, der sich wie ein Sieg anfühlt. Für Heide Letzlingen war dies sicher eine gefühlte Niederlage.   

 


Kommentare

  1. AG
    , 09.03.14

    Früher hätte man wohl solche Spiele verloren...@ Mario Kopf hoch Mund abputzen und beim nächsten Spiel läuft es besser.

  2. Peter Rollenhagen
    , 09.03.14

    Herzlichen Glückwunsch. Klasse Einstellung der Mannschaft und man sieht, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.