Männer
23. Februar 2014
  • 16.Spieltag Landesklasse 2013/14

SSV Havelwinkel Warnau : FSV Havelberg 3:5 (1:2)

 

Toller Rückrundenauftakt für den FSV

Warnau. Zum Rückrundenstart, der in diesem Jahr bei herrlichem Fußballwetter pünktlich erfolgen konnte, hatte der FSV das Ortsderby beim SSV Havelwinkel  vor der Brust. So richtig glücklich waren wohl beide Lager nicht darüber, denn auch wenn es lange nicht mehr die große Brisanz hatte, wären beiden Havelberger Teams ein paar Pflichtspiele im Rücken lieber gewesen.

Sowohl der FSV als auch der SSV mussten auf einige wichtige Akteure verzichten. Beim FSV fehlten mit Möbius und Thoralf Gennermann zwei wichtige Stützen, beim SSV waren der zu Lok Stendal gewechselte Meier und der gesperrte Brömme nicht mit von der Partie. Da so also auch diesbezüglich beide Teams gleichermaßen Handicaps zu tragen hatten, entwickelte sich, wie von Havelberger Seite erwartet, ein Spiel auf Augenhöhe.

Hatten im Hinspiel die Warnauer noch deutlich die Nase vorn, konnten sich diesmal die Havelberger und ihr zahlreich mitgereister Anhang über einen verdienten Auswärtsdreier freuen. Verdient vor allem deshalb, weil die Havelberger dieses Mal ihre Nerven rechtzeitig in den Griff bekommen hatten, denn auch im sechsten Anlauf war dieses Match am Ende reine Kopfsache.

 

Zunächst war der SSV Havelwinkel am Zuge. Per Freistoß sorgte Hensel für Gefahr im FSV Strafraum, aber Wulf konnte kein Kapital daraus schlagen (2.). Ein Versuch von Nowak auf der anderen Seite geriet dann um einiges zu schwach, um das SSV Tor wirklich in Gefahr zu bringen (4.). Dann gab es Freistoß für den FSV. Thomas Dreisow, der heute einen sehr guten Antreiber abgab, spielte den Ball hoch auf die linke Seite. Leppin machte sich ganz lang und köpfte das Spielgerät in die Mitte und hier stand Markus Bröker mutterseelenallein und brachte ebenfalls per Kopf den FSV mit 1:0 in Front. Da waren ganze sechs Minuten von der Uhr.

Im Gegenzug hatte dann der wieselflinke Beyer eine nächste Chance für den SSV, die er aber nicht nutzen konnte und dann verflachte die bis dahin sehr aufregende Partie etwas. Es dauerte fast eine Viertelstunde, ehe die 250 Zuschauer die nächste Strafraumaktion zu sehen bekamen und auch die ging auf das Konto der Gäste. Ein Freistoß von Döring landete bei Marcus Nowak, der per Kopf knapp verzog (21.). In der 23.Minute hatte dann Döring eine Ecke gut vor das SSV Tor gebracht und der Ball landete zu kurz abgewehrt bei Dreisow, der hier nicht entschlossen genug war und diese gute Gelegenheit liegen ließ. Die Partie hatte jetzt wieder an Fahrt aufgenommen.

Buricke, der Havelbergs rechte Abwehrseite des öfteren in Verlegenheit brachte, konnte in der 26.Minute nur per Foul gestoppt werden. Der Freistoß landete dann aber lediglich in der Mauer und dann hatte auf der anderen Seite Nowak für Toni Liebsch aufgelegt, der seine tadellose Leistung nicht mit einem Tor krönen konnte, denn das Leder ging wenn auch knapp am Tor von Heinz vorbei (29.). Sechs Minuten später wurde ein Einwurf von Nowak auf die andere Seite verlängert und hier kam David Stamer angelaufen und hämmerte das Leder mit Schmackes in den rechten Winkel – 2:0 (35.).

Die Freude war natürlich bei den Domstädtern groß, aber anstatt jetzt ruhig weiter zu spielen, machte sich nun Angst, das Erreichte zu verlieren, breit. Ein hektischer Pass brachte wenig später Beyer in Ballbesitz. Der lief der Havelberger Innenverteidigung locker davon und überwand schließlich auch Hochmüller und so stand es nur noch 1:2 (37.). Bis zur Pause passierte dann wieder nicht sonderlich viel. Nach einer Ecke von Döring und einem folgenden Zuspiel von Bröker stand Schluricke nach Ansicht des Schirigespannes im Abseits, so das sein Tor nicht zählte (39.), dann hatte auch der SSV nach einem schwachen Einwurf von Stamer seine Chance nicht nutzen können. Es ging mit dem knappen Vorsprung in die Kabinen.

 

Trotz mahnender Worte konnte sich der FSV die Angst nicht aus den Kleidern schütteln und so gab es gleich zu Wiederbeginn den nächsten Nackenschlag. Wieder war Kevin Beyer der Havelberger Hintermannschaft davon geeilt und abermals war auch Hochmüller geschlagen – 2:2 (46.).  Dieser Ausgleich war für den FSV dann aber irgendwie befreiend. Fortan agierten die Domstädter mutiger und mit viel mehr Zug zum Tor. In der 50.Minute sprang bei einem Freistoß von Dreisow nur eine Ecke heraus. Die sollte dann jedoch zu einem Foul an Bröker führen und Benjamin Döring traf vom Punkt zum 3:2 (52.). Keine Zeigerumdrehung später hatte der inzwischen auch besser werdende Schluricke nach Zuspiel von Döring denkbar knapp verzogen (53.). Dann hatte sich der sehr agile Toni Liebsch durchgetankt, Markus Bröker in Szene gesetzt und der erhöhte prompt auf 4:2 (56.). In der 60.Minute hatte Bröker nach einem guten Freistoß von Dreisow bereits die nächste Torchance, aber sein Kopfball ging am langen Pfosten vorbei. In der 65.Minute blieb Heinz mit einem tollen Reflex gegen Nowak Sieger und auch wenn der SSV immer wieder angetrieben von Gerngroß um Ergebniskosmetik bemüht blieb, blieben die FSVler auf der Siegerstraße.

Nach einem weiteren Freistoß von Thomas Dreisow kam in der 75.Minute Markus Nowak im SSV Strafraum zu Fall. Den folgenden Strafstoß verwandelte Benjamin Döring abermals souverän zum 5:2 und damit war der Drops gelutscht.

Geschlagen gaben sich die Warnauer aber dennoch nicht. Vor allem ihr Bester Kevin Beyer versuchte es immer wieder. In der 81.Minute scheiterte er noch an Hochmüller, der per Fußabwehr klärte. In der 85.Minute wuselte er sich zwischen Stamer und Toni Leppin hindurch und ließ auch Hochmüller im FSV Tor keinen Stich – 3:5.

Den Schlusspunkt setzten dann aber doch noch die Havelberger, wenn auch ohne Zählbares. Zunächst ging ein Freistoß von Döring aus 30 Metern knapp am SSV Tor vorbei (88.), dann hatte der eingewechselte Sven Leppin einen 100%er als er nach Zuspiel von Nowak frei vor Heinz auftauchte, aber den Ball am langen Pfosten vorbei schoss.

 

Mit diesem Sieg konnten sich die Domstädter für die 0:3 Heimniederlage revanchieren und was noch viel wichtiger ist, sie holten drei ganz wichtige Punkte für das Erreichen des Saisonziels. Der Auftritt machte zudem Mut für die folgenden sicher nicht leichter werdenden Aufgaben. In der kommenden Woche kommt Salzwedel und da gäbe es ja auch wieder etwas gut zu machen.

 

FSV: Hochmüller; Rateitschak, Gieseler, Stamer; Dreisow, Nowak, Liebsch, Döring; Schluricke (S.Leppin), Bröker (Engel)