Männer
3. Februar 2014
  • Testspiel gegen Grieben

FSV Havelberg : SV Grieben 4:1 (2:0)

 

Gelungener Start in die Freiluftsaison 2014

 

Havelberg. Nachdem das geplante Testspiel vor Wochenfrist in Perleberg wegen Spielermangels noch ausfallen mußte, stand nun, sozusagen im zweiten Anlauf, der SV Grieben zum Testspielstart auf die bevorstehende Rückrunde im Havelberger Mühlenholz auf der Matte. Aus dem Vollen schöpfen konnte Trainer Gerd Marx aber auch diesmal nicht. Ganze 12 Aktive standen beim ersten Test zur Verfügung und davon waren Thoams Dreisow und Sven Leppin gerade erst in die Vorbereitung eingestiegen.

In einem sehr intensiven und für die doch recht schwierigen Bodenverhältnisse zudem auch technisch durchaus ordentlichen Spiel setzte sich der FSV am Ende sicher verdient mit einem 4:1 gegen den Kreisoberligisten durch, der sich aber sowohl kämpferisch als auch taktisch sehr gut präsentierte und so der erhoffte schwere Testspielpartner wurde.

 

Grieben setzte taktisch auf eine kompakte Abwehr und auf die Torjägerqualitäten ihres Routiniers Carsten Horn. In der Anfangsphase ging es dann auch nur in die Richtung des Griebener Tores ohne das dabei aber etwas Zählbares heraus sprang. In der 2.Spielminute war nach einem schönen Angriff über rechts bei einem Kopfball von Markus Nowak, der neben Bröker heute das Angriffsduo bildete, der Pfosten im Wege. Dann war Markus Bröker bei einem gutem Zuspiel von Döring zu unentschlossen (4.) und als es Döring in der 6.Minute selbst versuchte, sprang nur eine Ecke heraus.

Als nach zehn Minuten Bröker wieder nicht entschlossen genug den Abschluß suchte, folgte der erste Konter der Gäste, der aber im Toraus endete (11.). Zwei Minuten später wurde Toni Liebsch von Gennermann gut in Szene gesetzt, aber im letzten Moment war erneut ein Griebener mit dem Fuß dazwischen. Die folgende, schwach getretene Ecke brachte dann ein zweites Mal Gefahr vor das FSV Tor. Mario Gieseler konnte gerade noch zur Ecke nun für den Gast klären (15.). Havelberg hatte sich jetzt kurzzeitig das Heft aus der Hand nehmen lassen. In der 17.Minute hatte Bauz bei einem Schuß der Gäste zwar keine Mühe, aber drei Zeigerumdrehungen später wurde es schon brenzlig. Bezeichnend für diese Phase des Spiels war ein Fehlpass von Bröker auf Döring, der prompt zum nächsten Konter führte.

Der FSV fand kein rechtes Mittel, das Abwehrbollwerk der Gäste zu knacken und mußte immer höllisch aufpassen, dass Horn nicht doch einmal erfolgreich durchrutschte. In der 25.Minute hatte sich Thoralf Gennermann versucht und auch wieder nur eine Ecke herausgeholt. Dann hatte Döring Markus Bröker im Strafraum angespielt, ein Griebener ging etwas zu ungestüm drauf und Schiri Deich blieb garnichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Benjamin Döring ließ sich das nicht nehmen und brachte seine Farben mit 1:0 in Front (27.).

Aber schon im Gegenzug wäre es um Haaresbreite passiert. Horn war der FSV Abwehr enteilt, verzog aber knapp (29.). Der FSV antwortete mit Chancen im Zwei-Minuten-Takt, aber weder Gennermamm (31.), noch Sven Leppin (33.) und auch nicht der agile Toni Liebsch (35.) nach herrlichem Zuspiel von Thoralf Gennermann brachten das Runde ins Eckige. Nach Vorarbeit des heute wieder sehr präsenten Daniel Rateitschak kam in der 37.Minute Döring dann doch noch ins Straucheln und so war auch diese Chance dahin.

Grieben wurde inzwischen wieder vollends in die eigene Hälfte geschnürt, verteidigte das Tor mit Geschick und Leidenschaft aber weiter erfolgreich. In der 39.Minute sprang bei Nowaks Versuch ebenso nur ein weiterer Eckstoß heraus, wie in der 40. beim herrlich von Döring freigespielten Toni Liebsch und es schien mit dem knappen Ergebnis in die Pause zu gehen. Aber einen Joker hatte der FSV dann doch noch parat. Ein guter Pass von Thoralf Gennermann in die Spitze brachte sowohl Markus Nowak als auch Sturmpartner Markus Bröker in Schußposiition, aber letzterer war einen Tick eher am Ball und schob zum 2:0 Halbzeitstand ein (44.).

 

Nach der Pause ließen es beide Teams einen Tick ruhiger angehen. Die erste sehr intensive Spielhälfte hatte ein paar Körner gekostet und die Bodenverhältnisse wurden auch immer schwieriger. In der 47.Minute leitete Rateitschak einen schönen Spielzug über den eingewechselten Thoams Dreisow ein. Der spielte auf Bröker und der setzte schließlich Liebsch in Szene. Am Ende gab es aber nur die nächste Ecke und die brachte schon fast erwartungsgemäß nichts ein.

In der 50.Minute war es Dreisow, der diesmal von Döring eingesetzt, den Abschluß verpasste und nun ging es auch mal wieder blitzschnell in die andere Richtung. Matthias Bauz konnte gerade noch zur 2.Ecke der Gäste klären, hatte beim Nachschuß aber keine Probleme. Und nun machte der FSV nach 55 Spielminuten dann den Deckel auf diese Partie. Benjamin Döring hatte aus ca. 20 Metern trocken abgezogen und das Leder im linken unteren Eck versenkt - 3:0.

Grieben ließ sich davon jedoch nicht sonderlich beeindrucken und war weiterhin unentwegt auf den Anschlußreffer aus. In der 58.Minute mußten dann Keeper Bauz und Marion Gieseler gemeinsam in höchster Not retten. Beim schönen Gegenzug vertendelte schließlich Döring das Leder und wieder brannte es im FSV Strafraum. Diesmal war Horn mutterseelenallein vor Bauz aufgetaucht, der blieb aber schließlich Sieger (62.) und hielt seinen Kasten weiter sauber.

In den folgenden zehn Minuten spielte der FSV dann gerade hinsichtlich der Platzverhältnisse richtig guten Fussball. Ein klasse Angriffszug über Gennermann und erneut Rateitschak landete bei Markus Nowak. Der setzte Döring ein, der aber knapp das Tor verfehlte (64.). In der 69.Minute bot sich Markus Bröker gleich im Doppelpack die Chance auf 4:0 zu erhöhen. Rateitschak und Dreisow hatten in herrlich freigespielt, aber das Leder zappelte nicht im Netz. Auch in Minute 74 scheiterte Bröker. Kurz zuvor waren Nowak und er schon einmal weggerutscht (72.). Dann blieb der Ball von Liebsch auf Bröker in einer Pfütze liegen (75.).

Grieben witterte nun doch noch einmal die Chance zum Ehrentreffer und investierte wieder mehr. Ein Konter in der 77.Minute landete jedoch im Toraus. Bauz brauchte nicht einzugreifen. In der 79.Minute war plötzlich Markus Nowak mutterseelenallein vor dem Griebener Tor aufgetaucht, aber der blieb gegen den Keeper nur zweiter Sieger. Es war inzwischen nun auch nicht mehr so eng im Griebener Strafraum und so wurden die Kombinationen der Havelberger zwingender und waren mitunter nur per Foul zu unterbinden. So geschehen in der 80.Minute, als Markus Bröker von den Beinen geholt wurde. Der trat dann selbst an und lupfte die Kugel ein bisschen übermütig zum 4:0 ins Tor.

Zwei Minuten später sollte sich Griebens Taktik schließlich doch noch auszahlen. Diesmal ließ Carsten Horn alle aussteigen und markierte den 1:4 Endstand, denn im Schlußgang ließ der FSV sicher auch ob der immer schlechter werdenden Verhältnisse die sich bietenden Gelegenheiten liegen. Pünktlich pfiff Schiri Deich die Partie ab.

 

Große Rückschlüsse kann man aus dieser Partie sicher nicht ziehen, aber seinen Sinn hat dieser Test allemal erfüllt.

 

FSV Havelberg: Bauz; Rateitschak, Gieseler, T.Leppin, Stamer; S.Leppin (46.Dreisow), Gennermann, Döring, Liebsch; Nowak, Bröker